Roetgen: Kanalgebühr erhöht sich nur minimal

Roetgen: Kanalgebühr erhöht sich nur minimal

Mit nüchternen Zahlen, Gebühren und Tarifen sowie die Änderung einer Satzung hatte sich der Roetgener Betriebsausschuss in seiner Sitzung zu befassen.

Die Änderung zur Betriebssatzung für das Abwasserwerk der Gemeinde Roetgen sieht vor, dass der Betriebsausschuss zukünftig von elf Mitgliedern besetzt wird (vorher zwölf). Künftig sollen fünf statt bisher drei sachkundige Bürger darin integriert werden.

Abschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2014 werden in der Bilanz mit einer Endsumme von 19.636.658,66 Euro und in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Erträgen mit 2.755.622,48 Euro, in den Aufwendungen mit 2.305.363,85 Euro, bei einem Jahresgewinn von 450.258,63 Euro festgestellt.

Die Eigenkapitalverzinsung für 2014 beträgt 244.616 Euro, der darüber hinausgehende Jahresüberschuss von 205 642,63 Euro wird in den Gewinnvortrag eingestellt. Hierfür gab es einen einstimmigen Beschluss. Peter Schneider (CDU) plädierte bei der Festlegung der Kanalnutzungsgebühren für 2016 für eine Beibehaltung von bisher 3,94 Euro je Kubikmeter für Schmutzwasser (vorgeschlagen waren von der Verwaltung 3,97 Euro).

Sechs Stimmen von den Grünen, der SPD und der PRB wünschten sich eine Erhöhung auf 3,97 Euro pro Kubikmeter, dagegen standen fünf Stimmen von CDU, FDP und UWG.

Die Gebühr für die Entsorgung von Grundstücksentwässerungsanlagen wird im kommenden Jahr stabil bleiben. Es bleibt bei 68 Euro je Kubikmeter, auch die Anfahrtspauschale für Einzelentsorgungen wird unverändert beibehalten. Wenn man die Preise jetzt erhöhe, sei das eine automatische Vorprogrammierung für die kommenden Jahre, stellten Peter Schneider und Wolfgang Hill (beide CDU) für den Wirtschaftsplan 2016 des Abwasserwerkes fest. Immerhin habe man vier Millionen Euro auf der hohen Kante liegen, so die Begründung.

Für den Gemeinderat gab der Betriebsausschuss die Empfehlung, den Entwurf des Wirtschaftsplanes für die eigenbetriebliche Einrichtung „Abwasserwerk“ für 2016 festzustellen. Die UWG war dagegen, die FDP enthielt sich, alle anderen Fraktionen gaben grünes Licht.

(der)