Roetgen: Kanalgebühr bleibt unverändert

Roetgen: Kanalgebühr bleibt unverändert

Im Schnelldurchgang erledigte der Betriebsausschuss der Gemeinde Roetgen in nur 20 Minuten seine Hausaufgaben. Mit fünf einstimmig gefassten Beschlüssen gab er Empfehlungen an den Gemeinderat weiter, der nun am 16. Dezember endgültige Entscheidungen zu treffen hat.

Die Kanalbenutzungsgebühren bleiben ab dem 1. Januar 2015 unverändert, sie betragen für Schmutzwasser 3,94 Euro pro Kubikmeter. Gebührenmindernd wirkt sich die Abwassergebührenhilfe des Landes aus. Hier rechnet Roetgen im kommenden Jahr mit knapp 90.000 Euro Unterstützung.

Beim Niederschlagswasser beträgt der Preis weiterhin einen Euro pro Kubikmeter abflusswirksamer Grundstücksfläche. Die Gebühr für die Entsorgung von Grundstücksentwässerungsanlagen erhöht sich dagegen ab Neujahr von bisher 65 Euro pro Kubikmeter auf nunmehr 68 Euro pro Kubikmeter abgefahrenen Klärschlamms. Das sei gerecht, so Peter Schneider (CDU), darum möge man „keinen Zirkus machen.“

510.000 Euro für Kanalsanierung

Die Anfahrtspauschale für Einzelentsorgungen bleibt unverändert. Zustimmung gab es auch für den Wirtschaftsplan 2015 des Abwasserwerkes der Gemeinde Roetgen. 510.000 Euro für Kanalsanierungen/Neubauten eingesetzt, 190.000 Euro schlagen für die Sanierung von Kanalanschlüssen zu Buche. Für überplanmäßige Aufwendungen/Auszahlungen genehmigte der Ausschuss in einer Dringlichkeitsentscheidung bis zu 210.000 Euro, vorgesehen für die Herstellung von Kanalneu-, Kanalum- und Kanalerweiterungsbau.

Im Wirtschaftsjahr wurden bereits Baumaßnahmen wie Austausch Regenwasserkanal zum Feuerlöschbecken B258 und Kanalerneuerung obere Greppstraße ausgeführt. Außerdem wurde im Bereich Wollwaschweg/Steinbüchelstraße der Kanal erneuert und eine neue Ablaufrinne im Bereich Wilhelmstraße/Grünepleistraße erstellt. Allein diese Maßnahmen haben den Ansatz bereits zu über 70 Prozent ausgeschöpft.

Ebenso hat sich in diesem Jahr herausgestellt, dass Teilstücke der Wegeseitengrabenverrohrungen in den Bereichen Greppstraße, Faulenbruchstraße und Vogelsangstraße eingebrochen sind, ergo somit „Abflusshindernisse“ darstellen. Zur Behebung der Hindernisse hatte der Bauausschuss bekanntlich im Oktober diesen Jahres eine Dringlichkeitsentscheidung gefällt.

Mehr von Aachener Zeitung