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Kalterherberg: Kalterherberg spielt Schach ohne Grenzen

Kalterherberg : Kalterherberg spielt Schach ohne Grenzen

Nun wird es ernst für Kalterherberg: Als Sieger des Dorfwettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ 2017 auf Kreisebene bereitet sich der Ort derzeit auf den Landeswettbewerb vor. Am 7. Juni wird die Landesbewertungskommission NRW nach Kalterherberg reisen, um sich selbst ein Bild des Venndorfes zu machen.

Unter der Leitung von Aarne Kreuzinger-Janik koordiniert die Zukunftswerkstatt Kalterherberg derzeit gemeinsam mit Ortsvorsteher Norbert Rader und dem Ortskartellvorsitzenden Rainer Mertens die vielfältigen Vorbereitungsarbeiten für den „großen Tag“, in die die Ortsvereine wie auch die gesamte engagierte Dorfbevölkerung eingebunden sind. In der geplanten Präsentation soll auch auf die langjährigen und intensiven Beziehungen zu den benachbarten belgischen Grenzgemeinden ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

Ein ausgezeichnetes Beispiel für eine solche länderübergreifende Kooperation ist die Zusammenarbeit des Schachclubs Kalterherberg mit den Schachfreunden aus dem belgischen Wirtzfeld. Bei den monatlichen Mannschaftswettkämpfen unterstützen bereits seit Jahren jeweils vier Spieler eines Vereins den befreundeten Club jenseits der Landesgrenze.

Meisterhafte Mannschaften

#Drei Spieler des Schachclubs Kalterherberg sind hier besonders engagiert: Dr. Werner Kulla, ehemaliger Bundesligaspieler und Spitzenspieler des SC Kalterherberg, der Vereinsvorsitzende Walter Thomas sowie Hubert Leyendecker, einziger seit der Vereinsgründung 1980 ununterbrochen für den SC Kalterherberg tätiger Akteur. Die Auswärtsspiele der Schachfreunde Wirtzfeld bescherten den Kalterherberger Spielern dabei zuletzt nicht nur Begegnungen bei den Lokalrivalen Eupen und Eynatten, sondern sogar in Flämisch-Brabant oder an der französischen Landesgrenze.

Ohnehin sorgt die Randsportart Schach im hiesigen Raum aktuell für Aufsehen: Während die 1. Mannschaft des SC Kalterherberg letzte Woche den Meistertitel in der Bezirksklasse errang und damit den Aufstieg in die höchste Liga des Aachener Schachverbandes schaffte, gewann SF Wirtzfeld I sogar sensationell die belgische Landesmeisterschaft.

Das Team aus dem winzigen ostbelgischen Dorf konnte sich dabei gegen die Teams aus den belgischen Metropolen Gent und Brügge durchsetzen. Möglich gemacht haben dies keine einheimischen Akteure, sondern europäische Spitzenspieler, welche mit Schachsport ihren Lebensunterhalt verdienen und vielfach nur zu den Mannschaftskämpfen etwa aus Finnland, der Ukraine und Israel eingeflogen werden. Auf diese Weise trägt sicherlich auch der Schachsport zur Verständigung zwischen den europäischen Staaten bei.

(CJK)