Monschau: Junge Leseratten im Wettbewerb

Monschau: Junge Leseratten im Wettbewerb

Lesen ist nicht schwer - laut Vorlesen dafür um so mehr. Das bekamen auch die Teilnehmerinnen des bereits 18. Vorlesewettbewerbs der Bischöflichen Mädchenrealschule St. Ursula in Monschau zu spüren.

Neun begnadete Leseratten der sechsten Klassen hatten sich für die Endausscheidung des Wettbewerbs, ausgeschrieben vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, qualifiziert.

Vor rund 90 Mitschülerinnen galt es zu zeigen, was man stimmlich so alles drauf hat. „Eine schöne Betonung, merkbares Textverständnis, bei wörtlicher Rede die Stimme verstellen - nur einige Punkte, die in die Bewertung mit einfließen”, weiß Organisatorin Margot Engelhardt, Fachbereichsleiterin für Deutsch.

Nach einer knapp dreiminütigen Lesung einer Textpassage des eigenen Lieblingsbuches ging es dann richtig ans Eingemachte. In der erhöhten Schwierigkeitsstufe sollten die Mädchen aus einem fremden Buch vorlesen. „Wir haben eines mit viel wörtlicher Rede ausgewählt, da kann man stimmlich so einiges rausholen”, erklärt Engelhardt, die gemeinsam mit den Deutschlehrerinnen Marita Dinger und Ruth Niehsen sowie Vorjahresschulsiegerin Carolin Weber eifrig Punkte an die Leserinnen vergab.

Keine leichte Aufgabe, da alle ihre Aufgabe gekonnt meisterten. „Dieses Jahr ist es wirklich schwierig, drei Gewinnerinnen auszuwählen - die Mädchen ähneln sich im Niveau wirklich sehr.”

Nichts desto trotz standen am Ende der rund einstündigen Präsentation spannender Romane und humorvoller Kurzgeschichten drei Siegerinnen fest. Julia Gehlen (1. Platz), Milena Müller (2. Platz) und Hanna Jansen (3. Platz) durften sich als Leseratten stilecht über einen Buchpreis freuen. Für die Erstplatzierte Julia ist der Wettbewerb aber noch nicht abgeschlossen. Sie wird im kommenden Februar ihre Schule bei den Kreismeisterschaften in Aachen vertreten.

Wie sie sich darauf vorbereitet? „Ein spannendes Buch für die Präsentation auswählen und beim Vorlesen-Üben von der Mama Tipps holen - dann klappt das bestimmt”, so die Zwölfjährige ganz selbstbewusst. Bei diesem Glauben an sich selbst dürfte einem zweiten Sieg schon fast nichts mehr im Wege stehen. Wer weiß, vielleicht reicht es ja sogar für die Landesmeisterschaften?