Roetgen: Jugendforum: Das bewegt junge Menschen in Roetgen

Roetgen: Jugendforum: Das bewegt junge Menschen in Roetgen

Im April hatte sich eine Gruppe junger Menschen zusammengetan und den Jugendbeirat Roetgen gegründet. Jetzt fand das zweite Jugendforum im Bürgersaal der Gemeinde statt. Es hieß also wieder: „Das geht! Dialog zwischen Jugend und Politik.“

Im Vordergrund stand zunächst die Vorstellung des neuen Roetgener Jugendbeirats. Seitdem sich die jungen Bürger im April dieses Jahres beim ersten Jugendforum gefunden hatten, wurde viel organisiert und geplant. 13 aktive Beiratsmitglieder schauen mittlerweile zuversichtlich in die Zukunft. Ihr Ziel: Den Roetgener Jugendlichen eine Stimme geben und ihnen eine politische Einbindung in der Gemeinde zu ermöglichen.

Zusätzlich zu den jungen Besuchern des Forums waren auch zahlreiche Fraktionsvorsitzende und Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss gekommen, der viel Erfolg wünschte und sich in Zukunft noch mehr Jugendbeteiligung erhofft.

Doch das war nur der Anfang. Im Zentrum standen vor allem inhaltliche Aspekte, sogenannte Ressorts, die sich in den vergangenen Monaten im Gremium herauskristallisiert hatten. Das erste Ressort behandelt die Öffentlichkeitsarbeit und steht unter der Leitung von Florian Rohn. Hier soll die Bekanntheit des neuen Jugendbeirats gefördert werden. Außerdem soll es demnächst Online-Umfragen via Facebook geben, die sich direkt an die Jugendlichen wenden.

Das zweite Ressort ist das der Finanzen. Unter Leitung von Felix Rijsdijk soll hier versucht werden, alle Aktionen und Ideen zu ermöglichen. Als drittes Ressort zählt das Archiv. Christian Rohn sorgt dafür, dass alle Ergebnisse dokumentiert und protokollartig festgehalten werden.

Drei weitere Ressorts schienen bei den Jugendlichen ganz besonders Anklang zu finden. Zum einen das Thema Freizeit unter der Leitung von Lydia Lutter. Hier ist ein Generationenspielplatz mit Grillhütte, Skaterpark und Sprayerwand geplant. Außerdem soll es eine Party geben. Auch eine App, die zeigen soll, wo und was in Roetgen passiert, soll geplant sein.

Beim Thema Umwelt planen Liese und Anne Haveneth zusammen mit Anna Laqua derzeit einen Wettbewerb, einen sogenannten „Clean-Day“, bei dem es um das gemeinsame Müllsammeln geht. Das Team, das am Ende mehr Material gesammelt hat, soll Siegerteam sein.

Nicht zuletzt scheint die Infrastruktur ein wichtiges Thema bei den Jugendlichen zu sein. Als Nutzer des Linienverkehrs ist Felix Rijsdijk der Meinung, dass die jungen Bürger durchaus in die neue Planung des Nahverkehrs involviert werden sollten. Außerdem soll es neben dem bereits existierenden Freifunk im Rathaus weitere Spots geben.

Da ein jedes Gremium immer frischen Wind gebrauchen kann, kam es dann zur Wahl neuer Mitglieder. Von fünf Kandidaten konnten sich Lydia Lutter, Florian Hahnengress und Anne Schmitz durchsetzen.

Jeder, der aus Roetgen, Rott oder Mulartshütte kommt und zwischen zwölf und 23 Jahren alt ist, darf sich aktiv am Geschehen des Jugendbeirats beteiligen. Alle anderen sind zukünftig aber natürlich auch zu den Jugendforen eingeladen. Beratend nehmen die jetzigen Mitglieder derzeit an sechs Ausschüssen und an verschiedenen Sitzungen des Gemeinderates teil.

(cap)