Rott: Jürgen Lipka will seinen Jungs im Landesliga-Heimspiel Beine machen

Rott : Jürgen Lipka will seinen Jungs im Landesliga-Heimspiel Beine machen

Zum ersten Mal seit seiner Rückkehr nach Rott war Trainer Jürgen Lipka nach der Pokalpleite am Donnerstag „richtig enttäuscht“ von seiner Truppe. „Da war nur Arroganz statt Lauffreude zu sehen. Meine Jungs dachten, sie könnten das Pokalspiel im Schongang gewinnen, weil der Gegner ohne acht Stammkräfte aufgelaufen war“, stellte Lipka fest.

Und da Rott auch noch schnell mit 1:0 und nach der Pause mit 2:1 in Führung gegangen war, schalteten die Gäste sogleich zwei Gänge zurück. „Aber bei Verlautenheide passte auch der zweite Anzug, und wir haben es nach dem Rückstand nicht mehr geschafft, den Hebel umzulegen“, meinte ein frustrierter Rotter Coach. „Ohne die anderen Mannschaften im Viertelfinale abwerten zu wollen: Aber es wäre in diesem Jahr echt leicht gewesen, im Pokal weit zu kommen“, meinte der Trainer des SV Rott, der in den beiden ersten Runden mit Vichttal und Oidtweiler schon zwei Schwergewichte ausgeschaltet hatte.

Jürgen Lipka geht nicht davon aus, dass seine Mannschaft trotz drei englischer Wochen am Sonntag im Landesliga-Heimspiel müde ist: „Wir sind ja nicht viel gelaufen“, erwartet Lipka gegen GKSC Hürth wieder das Team der beiden ersten Punktspiele, in denen die Rotter vier Punkte gesammelt und noch nicht verloren haben. Gegner Hürth verlor zum Auftakt beim Rotter Pokalgegner von Donnerstag, Eintracht Verlautenheide, durch drei Standards mit 0:3, drehte dafür aber vergangenen Sonntag einen 0:2-Rückstand gegen Arminia Eilendorf in den letzten vier Minuten noch in einen 3:2-Sieg. Allerdings waren auch die Hürther diese Woche im Pokaleinsatz und unterlagen dem SC Brühl mit 0:6.

„Werden viel arbeiten müssen“

Jürgen Lipka erwartet ein „Spiel, in dem wir viel arbeiten und dagegen halten müssen“, auch wenn Hürth unter Trainer Frank Moldering eine Mannschaft hat, „die vieles spielerisch lösen möchte“ und mit Patrick Siebert (früher Windeck/Mittelrheinliga) einen erfahrenen Stürmer aufbietet. Lipka wird wohl Avdo Iljazovic bringen, dem er eigentlich eine Pause gönnen wollte, der aber nicht zu ersetzen ist, wie sich im Pokal gezeigt habe. „Vielleicht hatte das Pokalspiel ja einen Lerneffekt für meine Jungs“, hofft Jürgen Lipka. „Sie wissen jetzt, wie verlieren geht. Das sollen sie aber gegen Hürth nicht vertiefen.“