Rott: Jürgen Lipka: Plötzliches Aus im zwölften Jahr

Rott: Jürgen Lipka: Plötzliches Aus im zwölften Jahr

Schon seit einigen Wochen war bekannt, dass sich zum Saisonende nach über elf Jahren die Wege von Trainer Jürgen Lipka und dem SV Rott trennen. Donnerstagabend teilten Verein und Trainer der Mannschaft mit, dass man das Vertragsverhältnis auf Wunsch des Trainers schon mit sofortiger Wirkung beenden wird.

Ausschlaggebend für die vorzeitige Trennung war die 1:6-Niederlage am vergangenen Spieltag beim VfL Vichttal zwar nicht, aber beim ehrgeizigen Trainer hinterließ sie schon Spuren, die ihn zum Nachdenken anregten. „Ich hatte das Gefühl, dass die Chemie zwischen Mannschaft, Umfeld und mir nicht mehr stimmt“, erkannte Jürgen Lipka in den letzten Wochen schon einige Irritationen um seine Person.

„Wir respektieren die Entscheidung von Jürgen Lipka und bedanken uns noch mal bei ihm für die hervorragende Arbeit, die er bei uns geleistet hat“, hob der sportliche Leiter des SV Rott, Andreas Schindler, noch einmal die erfolgreichen Jahre hervor, in denen Jürgen Lipka mit dem SV Rott von der Kreisliga A bis in die Mittelrheinliga aufstieg.

Nach elf Jahren und einigen Monaten enger und guter Zusammenarbeit wird es zum Saisonende in Rott kein rauschendes Fest für den scheidenden Trainer geben. „Ich hätte mir zum Abschied schon eine Partie mit den Fans gewünscht, die uns immer unterstützt haben, aber die gibt es ja nun nicht.“

Aus sportlicher Sicht dürfte die vorzeitige Trennung keine gravierenden Folgen mehr für den Nordeifeler Landesligisten haben, denn um das primäre Saisonziel, Klassenerhalt, zu erreichen, befindet der Verein sich in einer komfortablen Situation. Vom ersten Abstiegsplatz sind die Rot-Weißen zehn Punkte entfernt.

An den letzten fünf Spieltagen wird der erst in der Winterpause verpflichtete Co-Trainer, Sven Vorburg, die Mannschaft coachen. Er wird auch Co-Trainer vom neuen Trainer, Faton Popova, der nach der Sommerpause am Regiepult der Rotter stehen wird.

(kk)
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