Jubel bei der Zweiten des TuS Schmidt

Aufstieg in die Fußball-Kreisliga B : Jubel bei der Zweiten des TuS Schmidt

Jubel, Gesänge, schwarz-gelber Rauch und Bierdusche – das war das Szenario am Schmidter Sportplatz am Samstagabend: Die Zweite des TuS besiegte im vorletzten Spiel die SG Binsfeld/Rommelsheim mit 4:1, sie bleibt damit unangefochten an der Tabellenspitze in der Staffel C4 und steigt auf in die Kreisliga B.

„1911 Olé-Olé“ erklang es aus zig Kehlen. Ein langes Spruchbanner wurde am Geländer aufgehängt: „Auf dem Weg zum Ziel. Keiner konnte uns halten. Aufsteiger 2018/2019 TuS Schmidt II. Wie in der guten alten Zeit – zwei Farben für die Ewigkeit.“

Während seine Jungs sich austobten und unter dem Beifall der Zuschauer herumhüpften, stand Trainer Frank Hammes erst einmal schweigend und lächelnd da. Ralf Schneider, der Trainer der gegnerischen Mannschaft, gehörte zu den ersten Gratulanten. „Um diese begeisterungsfähigen Jungs kann man den TuS Schmidt beneiden.“ Aber dann eilte Frank Hammes zu seinen Mannen, um bei der recht kühlen Witterung die erste Bierdusche zu genießen. Der 51-Jährige ist im Turn- und Sportverein Schmidt kein unbeschriebenes Blatt: Sieben Jahre leitete er die Fußballjugendabteilung und übernahm dort schon Trainer- und Betreuerposten.

Die Zweite des TuS trainiert er seit April 2018. „Es ist einfach ein Traum“, drückte er seine Begeisterung aus, als nach einem „positiv-aggressiven Spiel“ der Schlusspfiff ertönte. Geträumt hatten sie wohl alle vom Klassensieg, und der Trainer war sich sicher, dass das Potenzial zum Aufstieg in seiner Mannschaft steckte. Aber: „Ich habe versucht, den Ball flach zu halten. Wir starteten gut, es ging mit zwei Siegen los. Dann kam der Dämpfer im dritten Spiel, wir verloren 0:5 bei Alemannia Straß II. Das war wohl ein Weckruf, und von da an ging es aufwärts.“

Ehrgeiz, Spielfreude, Kameradschaft und beständiger Trainingsfleiß zeichnen die junge Mannschaft (Durchschnittsalter zwischen 23 und 24 Jahren) aus. „Es macht unheimlich Spaß, mit denen zu arbeiten“, sagt Frank Hammes. Auch wenn aufgrund des Spielplans die Mannschaft zwei spielfreie Sonntage hintereinander hatte, griff sie anschließend wieder voller Energie an. „Und ich habe einen zuverlässigen und sehr aktiven Co-Trainer, das ist der Spieler Christoph Deuster“, ergänzt der Erfolgstrainer. Nicht ohne Stolz weist er darauf hin, dass die meisten Spieler aus der schwarzgelben Jugend kommen.

„Wir wollen sehen, wen wir in der Kreisliga B ärgern können“, äußert sich Frank Hammes vorsichtig optimistisch. Jedenfalls haben die Spieler den festen Willen bekundet, hier mitmischen zu wollen. Und ihr Trainer bleibt Frank Hammes.

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