Woffelsbach: Jöb Kersting neues Ehrenmitglied des Eifelvereins

Woffelsbach: Jöb Kersting neues Ehrenmitglied des Eifelvereins

Seit 50 Jahren betreibt Jöb Kersting das Jugendferienheim „Schilsbachtal” des Eifelvereins, ein kleines Paradies in einer Bucht des Rursees, weit außerhalb von Woffelsbach. Gruppen, die diesen idyllischen Ort besuchen, werden von Jöb Kersting nicht nur mit Mahlzeiten, sondern auch mit Geschichten und Informationen rund um die Pflanzen- und Tierwelt versorgt.

„Es ist eine dankbare und schöne Aufgabe, auch wenn ab und zu schon mal Stress entsteht, wenn die Kinder ausgerechnet dann etwas brauchen, wenn die Nudeln abgeschüttet werden müssen””, sagt Jöb Kersting, der die Versorgung der kleinen Gäste und ihrer Betreuung alleine bewältigt. Außerdem beschäftigt er sich mit der Instandhaltung, dem Ausbau und der Pflege der Anlage.

Jetzt trafen sich die Familie, drei Brüder und eine Nichte, Manfred Rippinger (Hauptgeschäftsführer des Eifelhauptvereins), Heiner Jansen (Ortsvorsteher von Rurberg und Vorsitzender der Ortsgruppe Rurberg/Woffelsbach), Reinhold Jansen (Ortsvorsteher von Woffelsbach), Karl-Heinz Hermanns (Bürgermeister) und Peter Schmitz (ein Freund aus den Anfangstagen) sowie Josef Hüttemann (ehemaliger Kreisdirektor und Vorsitzende der Bezirksgruppe Düren/Jülich) auf dem Platz des Ferienheims zu einer Feierstunde.

Ein „Glücksfall”

Manfred Rippinger bezeichnet Jöb Kersting als einen Glücksfall für den Eifelverein, der auch dank seines handwerklichen Geschickes ein Vorzeigeobjekt der Jugendarbeit im Verein geschaffen hat und betreut.” Er überreichte Kersting eine Urkunde, mit der er zum Ehrenmitglied ernannt wird, und ein Präsent. Auch Bürgermeister Hermanns gratulierte im Namen der Gemeinde zum Jubiläum und freute sich, eine solche Einrichtung im Gemeindegebiet zu haben.

Bruder Fritz Kersting erzählte, wie es dazu gekommen ist, dass zunächst die Eltern und später sein Bruder dort ansässig wurden. Er war damals als Lehrer in Rurberg tätig und erfuhr von der damaligen Bürgermeisterin Maria Flink von dieser Stelle. Sie vermittelte der Familie zunächst ein Probejahr im Haus am See.

Nach einem Jahr in dürftigen Verhältnissen und ohne Strom kam die Familie mit Jöb Kersting in das Haus, und seitdem hat die Anlage sich vom anfänglichen Zeltplatz ständig weiterentwickelt. Heute bewohnen die Kinder mehrere Blockhütten und ein festes Haus, die sanitären Anlagen entsprechen dem Standard, und auch bei schlechtem Wetter lassen sich die Ferientage gut verleben.

Mehr von Aachener Zeitung