Lammersdorf/Ahrweiler: In Vino Veritas: Lammersdorfer Schützen erkunden Ahrweiler und Weinberge

Lammersdorf/Ahrweiler : In Vino Veritas: Lammersdorfer Schützen erkunden Ahrweiler und Weinberge

Einen mehr als gelungenen Tag erlebten die Mitglieder und einige Gäste beim Ausflug der St. Johannes Schützenbruderschaft Lammersdorf nach Ahrweiler. Am frühen Morgen startete man mit dem Busunternehmen Flachs von Lammersdorf aus in Richtung Ahrweiler.

Auch wenn der Himmel noch sehr bedeckt war und auch ein paar Regentropfen nieder gingen tat dies der Stimmung im voll besetzten Bus am frühen Morgen keinen Abbruch.

Erster Halt war in Badneuenahr—Ahrweiler der ehemalige Regierungsbunker. Ein Teil der Anlage kann seit einigen Jahren besichtigt werden. Es war eine Reise zurück in die Zeit des kalten Krieges. Der Komplex ist eine Welt für sich — mit bewegter Geschichte. Das Grundgerüst bilden zwei für die Bahn geplante Tunnel. Züge führen hier jedoch nie, stattdessen entstand hier eine Champignon-Zucht. Riesige 30 Tonnen schwerer Stahlschrott geben lautstark im Schein von rotem Blinklicht den Weg frei in den ehemaligen Regierungsbunker; 17,3 Kilometer geht es unter den Weinbergen an der Ahr lang. Nichts für Leute die Engegefühle nicht mögen und muffiger Geruch auf den Magen schlägt, wie sich zeigte.

Nach gut 90 Minuten teils auch anstrengender Geschichte ging es zurück in die Stadt, wo zunächst eine leckere Mittagsmahlzeit und kühle Getränke zur Stärkung notwendig waren. Auch die Sonne war inzwischen zurückgekehrt und es versprach ein herrlicher Sommertag zu werden.

Stadtführung auf Wahrheit geprüft

Nach dem Essen erfolgte dann eine Stadtführung der besonderen Art. In Vino Veritas - Im Wein liegt die Wahrheit. Hinter der Führung verbarg sich ein unterhaltsames Angebot, wie die Mitgereisten schnell feststellten. Bevor es jedoch mit der spannenden Stadttour los ging wurde zunächst mit leckerem Ahrweiler Wein der Gaumen verwöhnt. Dann begann die eigentliche Führung. Allerdings war nicht alles wahr, was da erzählt wurde. Jeder Teilnehmer erhielt am Anfang der Tour kleine Schilder mit „Wahrheit“ oder „Lüge“, um während des zweistündigen Programms zu entscheiden, ob das Gesagte wahr oder falsch war.

Neben Wein und interessanten Anekdoten enthielt die Führung also noch eine Portion Rätselspaß bereit. Umgeben von steilen Felshängen und schönen Weinbergen, vorbei an historische Gassen, romantischen Fachwerkhäusern, mittelalterlichen Stadtmauern und -toren wurde Vergangenes wieder erlebbar.

Selbstverständlich wurde auch Halt am dortigen Schützenhaus gemacht. Eine Abordnung der dortigen Uniformträger kehrte gerade dort ein und man konnte sich über die dortigen Gebräuche und Sitten austauschen. Anschließend war eine erneute Stärkung notwendig und man machte unter anderem noch Halt in einem zünftigen Brauhaus um die Zeit bis zur Abreise feucht fröhlich ausklingen zu lassen.