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Roetgen: In erster Linie Politik für Roetgen

Roetgen : In erster Linie Politik für Roetgen

Das Jahr 2004 mit den Kommunalwahlen neigt sich dem Ende zu. Zeit für den Gemeindeverband der Roetgener SPD, Bilanz zu ziehen und den Fokus auf zukünftige Aufgaben zu richten.

Bei der Mitgliederversammlung der Partei am Freitagabend in der Gaststätte Brander Stübchen war deswegen die Gestaltung der anstehenden Legislaturperiode ein wichtiger Punkt der Tagesordnung.

Zu Beginn fasste der Vorsitzende des SPD-Gemeindeverbandes, Frank Knur, die vergangenen Wochen in seinem Bericht zusammen. Die SPD habe bei der Kommunalwahl im September zwar dazugewonnen, beispielsweise bei den Direktmandaten der Kandidaten Herbert Lichterfeld, Klaus Jörg Onasch und Manfred Eis, in einigen Wahlkreisen allerdings auch deutlich den negativen Einfluss der Diskussion um Hartz IV zu spüren bekommen.

Im Gegensatz dazu bezeichnete er die Bürgermeisterwahl und das damit einhergehende deutliche gute Wahlergebnis des Bürgermeisters Manfred Eis als „hervorragend”. Für die Zukunft möchte die SPD Roetgen ihr Hauptaugenmerk auf die Tatsache richten, konkrete Veränderungen in der Gemeinde zu bewirken: „Als SPD sehen wir uns nicht als Oppositionspartei - sondern als Partei die Politik für Roetgen macht.”

Ziel: schuldenfrei

Oberste Prämisse der politischen Arbeit soll sein, die Schuldenfreiheit der Gemeinde zu erhalten. „Schaffen wir dies nicht, so wird der Kreis Aachen unser Handeln auf die absolut notwendigen Pflichtaufgaben beschränken”, mahnte Knur.

Darüber hinaus legte der Vorsitzende in seinem Bericht die Schwerpunkte der Parteiarbeit für die nähere Zukunft fest. Dazu gehöre in jedem Fall die räumlichen Voraussetzungen für die offene Ganztagsgrundschule zu schaffen, die Beschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeuges, den Bauhof ins Gewerbegebiet zu verlagern sowie die Straßensanierung innerhalb der Gemeinde.

Mitglieder werben

„Nach der Wahl ist vor der Wahl”, mit diesem Leitsatz charakterisierte Knur die Motivation, die die SPD nun an den Tag legen solle, um in den kommenden Jahren bei den Wählern zu punkten. Das bedeute auch, dass sich der Gemeindeverband sowohl in personeller wie auch in organisatorischer und inhaltlicher Hinsicht positionieren müsse. Ein wichtiger Termin auf dem Weg dahin würden mit Sicherheit die Vorstandswahlen sein, die bei der nächsten Mitgliederversammlung im Februar abgehalten werden.

Als weiteres bedeutendes Thema für die Zukunft wurde von den 18 anwesenden Genossen besonders die Werbung neuer Mitglieder genannt. Hierbei möchte sich die SPD speziell auf den Nachwuchs, Senioren und Hinzugezogene konzentrieren.

Die bereits ins Programm aufgenommene Problematik der mangelnden Notdienstversorgung soll ebenfalls bearbeitet werden.

„Nun komme ich zu einer meiner schönsten Aufgaben”, sagte anschließend Frank Knur, der als Vorsitzender für die Ehrung der langjährigen Mitglieder zuständig ist. Er lobte sowohl das Engagement wie auch die langjährige Überzeugung der zu ehrenden Mitglieder und betonte, dass diese Basis gerade heute wieder stark benötigt werde: „Wir sind eine diskussionsfreudige Mitgliederpartei - und das ist auch gut so.”