Simmerath: In der Gemeindeverwaltung auch nach Jahrzehnten noch vereint

Simmerath: In der Gemeindeverwaltung auch nach Jahrzehnten noch vereint

Auch nach dem Ende des Berufslebens muss die Verbindung zum früheren Arbeitgeber nicht abreißen: Den Beweis dafür tritt auch regelmäßig die Gemeinde Simmerath an, wenn sie alle fünf Jahre die ehemaligen Bediensteten zu einer zwanglosen Runde mit Bewirtung ins Rathaus einlädt.

Dieses Treffen mit etwa 30 Teilnehmern fand jetzt wieder im Ratssaal statt und bildete zudem einen idealen Rahmen, um die Dienstjubilare des Jahres 2010 zu ehren sowie die Verdienste der im vergangenen Jahr ausgeschiedenen Mitarbeiter zu würdigen.

Auch Personalratsvorsitzender Manfred Prinz lobte die schöne Tradition des Ehemaligentreffens als Gelegenheit zur Kontaktpflege. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns nutzte die Gelegenheit, um kurz über wesentlichen Entwicklungen in der Gemeinde zu berichten. Auch in Simmerath sei der demographische Wandel angekommen, verdeutlichte Hermanns anhand einiger aktueller Zahlen. So stehe im Laufe des Jahres die Ehrung von 108 Personen im Gemeindegebiet an, die 80 Jahre alt würden. 82 Personen erreichten das 85. Lebensjahr und für 40 Bürger stehe der 90. Geburtstag vor der Tür.

Auch Finanznot ein Thema

Die große Finanznot in Simmerath in diesem Jahr war ebenfalls ein Thema, aber von Hoffnungslosigkeit und Stillstand kann dennoch keine Rede sein. Das Rathaus wurde für 400.000 Euro energetisch saniert, im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes wurde eine Servicestelle geschaffen und die größten aktuellen Investitionen sind die Sanierung der Hauptschule und der Bau eines neues Hallenbades, das bereits Mitte 2012 fertig sein soll.

Bürgermeister Hermanns verwies noch auf zwei Veranstaltungen, die auf seine Initiative hin eingerichtet wurden. „Simmerath plus” nennt sich eine Info-Veranstaltung, die die Ende März im Antoniushof Rurberg stattfinden wird und sich mit dem Schwerpunkt-Thema Gesundheit befassen wird. Der zweite Simmerather Tag des Ehrenamtes soll im Dezember stattfinden, diesmal in Eicherscheid.

Vier Beschäftigte der Gemeindeverwaltung konnten im Laufe des vergangenen Jahres ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feiern. Dabei handelt es um die Gemeindearbeiter Udo Heinen und Robert Kessel, die Verwaltungsangestellte Elke Coenen und um die Standesbeamtin Susanne Schreiber.

Nach mehr als vier Jahrzehnten ausgeschieden

Im Laufe des vergangenen Jahres verließ die Verwaltungsangestellte Ingrid Stollenwerk das Rathaus, um nach 44-jähriger Tätigkeit in die Freizeitphase der Altersteilzeit einzutreten. 1966 wurde sie beim damaligen Amt Kesternich eingestellt. Als Chefsekretärin lernte sie nicht weniger als vier Verwaltungschefs kennen: Leo Jansen, Arnold Steins, Hubert Breuer und Karl-Heinz Hermanns.

Aus den Diensten der Gemeinde Simmerath schied auch der ehemalige Standesbeamte Horst Lauscher, der 1991 eingestellt wurde. Im Rahmen der Neuorganisation der Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung Arbeitssuchender (Arge) wechselte Lauscher zum neuen Jahr in ein Beschäftigungsverhältnis der Städteregion. Die Jubilare und ausgeschiedenen Mitarbeiter erhielten Blumen und Präsente, ehe sie sich wieder in die Runde einfinden konnten, wo es an Gesprächsstoff nicht mangelte.