Imgenbroich: Imgenbroicher Leprakreis ist seit 40 Jahren beispielhaft engagiert

Imgenbroich: Imgenbroicher Leprakreis ist seit 40 Jahren beispielhaft engagiert

Der Weihnachtsbasar des Leprakreises ist in Imgenbroich etabliert. Wer etwas Passendes zur Weihnachtszeit suchte, war auch beim 40. Basar wieder an der richtigen Adresse. Zum Jubiläum wurde jeder Besucher im Pfarrzentrum mit einem Glas Sekt empfangen.

In den Anfängen hatte der Vossenacker Pater Roland die Leprakreise in der Eifel ins Leben gerufen. Seit 1977 unterstützt der Leprakreis Imgenbroich den Kampf gegen die Krankheit. Durch Initiative von Marlene Berzborn bildete sich ein Arbeitskreis von 25 Frauen.

Die Einnahmen des Basars in Imgenbroich fließen unmittelbar an den Arzt Dr. Remy Luc Rousselot, der im indischen Bhubaneswar ein Krankenhaus betreibt.

Der erste Basar im Jahr 1977 bot ein vielfältiges Angebot an Strick-, Bastel- und Häkelarbeiten, eine Cafeteria mit selbstgebackenem Kuchen und eine Verlosung. Er war ein Erfolg, und so wurde der Basar zur festen Einrichtung. 1991 wurde das Angebot durch einen Osterbasar erweitert. Die Idee des Leprakreises, in der Victor-Passage Waffeln und Glühwein anzubieten, fand ein positives Echo. Mit der Zeit bot sich dem Imgenbroicher Leprakreis mit einem Stand beim Monschauer Wirtschaftstag eine weitere Einnahmequelle.

Rückblickend auf 40 Jahre Leprakreis Imgenbroich zieht Kassiererin Ingrid Heck ein zufriedenes Fazit: „Der Leprabasar hat eine positive Entwicklung genommen. Jeder, der sein handwerkliches Talent unter Beweis stellt und zum Weihnachts- oder Osterbasar etwas beisteuern kann, ist bei uns herzlich willkommen. Uns kam zugute, dass wir immer mit der Zeit gegangen sind und unser Angebot angepasst und erweitert haben. Es hat sich ein beachtlicher Stammkundenkreis entwickelt.“ Heck würde gerne jüngere Mitglieder in ihren sehen: „Uns fehlt zweifelsohne der Nachwuchs.“

Gelegenheit auch für Gespräche

Der gesellige Aspekt ist ein weiterer Grund für Paula Völl, Leiterin des Imgenbroicher Leprakreises, dass der Basar sehr gut angenommen wird. „In gemütlicher Runde beim Trevelfrühstück, bei Suppe, Brötchen, Kaffee und Getränken nutzen die Besucher die Gelegenheit zu ausgiebigen Gesprächen.“

Der diesjährige Weihnachtsbasar bot eine Fülle von Gebasteltem, Gestricktem und Gehäkeltem. Das Angebot reichte von selbst gemachten Schnäpsen, einer großen Anzahl von Gebäck und Marmelade über Floristik und jeglicher Art von Gruß- und Glückwunschkarten bis hin zu handgemachten Krippen, die beim Basar im Wechsel von Rolf Isaac und Peter Jung ausgestellt werden.

Seit vier Jahren nutzt Elisabeth Schmitz aus Dedenborn die Gelegenheit, auf Leinwand gezogene Fotografien auszustellen. Der Erste-Welt-Laden Mützenich bietet Produkte aus fairem Handel an. Weiterhin wurden Produkte für die Stiftung Mukoviszidose angeboten.

(ame)
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