Nordeifel: Im Wildnis-Semester Naturschutz ganz praktisch erfahren

Nordeifel: Im Wildnis-Semester Naturschutz ganz praktisch erfahren

Fünf Monate raus aus dem Studienalltag und hinein in die Natur des Nationalpark Eifel. Wer umfangreiche Praxiserfahrungen in einem der schönsten Naturlandschaften sammeln möchte, sollte sich bis zum 15. Januar für das Commerzbank-Umweltpraktikum bewerben.

In Nordrhein-Westfalens Nationalpark unterstützt die Bank zwei fünfmonatige Praktikumsstellen, eine im Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben und eine in der Umweltbildung. In rund 50 Praktikumsstellen können sich Studierende nächstes Jahr wieder für drei bis sechs Monate in insgesamt 25 deutschen Schutzgebieten wie Biosphärenreservaten, Nationalparks und Naturparks engagieren.

Der Sponsor sorgt für die Unterkunft und ein Praktikantengehalt. Das jeweilige Schutzgebiet, im Nationalpark Eifel das Nationalparkforstamt Eifel, übernimmt die fachliche Betreuung. Statt im Hörsaal zu sitzen, schärften im vergangenen Sommersemester zwei Studierende aus Hamburg und Koblenz-Landau im Wald-Nationalpark in der Eifel während ihres Umweltpraktikums ihre Sinne in der Natur. Neben dem Kennenlernen der angehenden „Wildnis“ in dem Großschutzgebiet betreuten sie eigenständige Projekte: Der medienbegeisterte Hamburger Pascal Schäfer, Student der Nachhaltigkeitswissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg, produzierte drei Kurzfilme für den Internetauftritt des Nationalparks und für youtube.

Die Clips behandeln die neue Bird Watching Station am Urftsee, den barrierefreien Naturerlebnisraum Wilder Kermeter und das Wildtiermanagement. Dabei stand er auch einmal selbst vor der Kamera, als sich der Westdeutsche Rundfunk für seine Arbeiten im Praktikum interessierte. Zudem unterstützte Schäfer die Textarbeit für den Relaunch der digitalen Geländemodelle, mit denen sich Gäste in den Nationalparkhäusern informieren können. Außerdem engagierte sich Schäfer in der Pressestelle, wo er Presseartikel und -mitteilungen verfasste.

Große Unterstützung erfuhr die Arbeit der Umweltbildung in der Wildniswerkstatt in Düttling durch die 25-jährige Saarländerin Kerstin Msia Trappmann. Die angehende Umweltwissenschaftlerin betreute eigene Kinder- und Jugendgruppen und führte sie durch die Natur. Zudem entwarf sie eine Informationstafel für ein Schwalbenhaus am Nationalpark-Tor Heimbach sowie die sympathische Hummel als Mitmachaktion für Kinder.

„Ich würde auch gerne nach dem Studium im Naturschutz- oder Umweltbildungsbereich arbeiten“, so die begeisterte Studentin. Die Einsatzstellen und Aufgabengebiete sind so vielfältig wie die Naturlandschaften selbst. Das von der Unesco ausgezeichnete Projekt hat in den vergangenen 20 Jahren über 1300 Studierenden ein Open-Air-Semester ermöglicht. Für viele Praktikanten war das der Einstieg in ihr späteres Berufsleben. Ziel des Commerzbank-Umweltpraktikums ist die Sensibilisierung von Studierenden für nachhaltige Entwicklung und das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven im Natur- und Umweltschutz.