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Monschau: Ikona zurück nach Monschau

Monschau : Ikona zurück nach Monschau

Die „Ikona” ist rechtzeitig zum Weihnachtsmarkt 2004 wieder nach Monschau zurückgekehrt. Schon ab dem ersten Adventswochenende - und diesmal auf Dauer soll die Ausstellung in der Altstadt bleiben.

Diese europaweit bekannte Sammlung und Ausstellung mit ihren Kultbildern der orthodoxen Ostkirchen war in den 70er Jahren in Monschau zunächst in „Haus Wiesenthal” und dann im Färber- und Tuchscherer-Haus an der Evangelischen Kirche (altes Kino) zu sehen.

Nachdem sie von dort Anfang der 90-er Jahre aus Platzmangel zusammen mit der Krippana von Monschau nach Losheim ausgewichen war, hat sie nach 15-jähriger Abwesenheit nun ihr Domizil als Museum des Künstlerehepaares Margarete und Herbert Glas im Monschauer Handwerkermarkt gefunden.

5000 Kunstobjekte

Hier, auf großzügigen 700 Quadratmetern Ausstellungsfläche, kennt der Museumsträger „Doppelglas Verlag und Atelier” aus Übach-Palenberg nun wirklich keine Platzsorgen mehr.

Etwa 500 Ikonen befinden sich derzeit im insgesamt rund 5000 Kunstobjekte umfassenden Museumsfundus, zumeist gemalte russische, rumänische, griechische und byzantinische Ikonen aus dem 17. bis 20. Jahrhundert weiterhin Bronze-, Emaille- und Hinterglas-Ikonen, sakrale Kupfertreibarbeiten und Emaille-Tafelbilder sowie spätmittelalterliche Skulpturen. Neben den Originalen werden auch thematisch gleichsinnige Werke aus dem Atelier des Ehepaars Glas ausgestellt.

Bild gewordene Theologie?

Dazu ist ein regelmäßiger Austausch mit namhaften europäischen Museen geplant. Trotz der großzügigen Ausstellungsräumlichkeiten finden nicht alle Objekte zugleich Platz. So liegt der thematische Schwerpunkt der ersten Ausstellungsrunde auf den Weihnachtsikonen der orthodoxen Kirchen, die pünktlich zum Monschauer Weihnachtsmarkt zum 1. Advent eröffnet wird. Die Ikonen-Ausstellung läuft bis zum Wochenende vor Karneval. Der Kunstschmied und Emailleur Herbert Glas erläutert den Besuchern kunsthandwerkliche Feinheiten der gezeigten Kostbarkeiten, Ausstellungsleiter Dr. Werner Kulla als Kulturhistoriker ihre geschichtlichen und theologischen Hintergründe und Zusammenhänge.

Ob man Ikonen nun als Bild gewordene Theologie begreift oder als kunsthistorische Zeugen einer traditionsreichen Vergangenheit - immer sind sie faszinierende „Fenster zur Ewigkeit”.