Nordeifel: Hundehalter sollten auf Muffelwild achten

Nordeifel: Hundehalter sollten auf Muffelwild achten

Bereits im März und April setzt das Muffelschaf seine Lämmer. In dieser Zeit ist die Art besonders gefährdet. Daher bittet die Kreisjägerschaft alle Waldbesucher gerade im Lebensraum des Muffelwildes um umsichtiges Verhalten und Hunde an der Leine zu halten, damit dieses schöne und imposante Wild nicht unnötig zu gefährdet wird. .

Diese Wildschafgattung zeigt in ihrem Verhalten gegenüber wildernden oder hetzenden Hunden den großen Nachteil, dass es sich seinem Angreifer eher stellt, als sein Heil in der Flucht zu suchen. Dies führt dann leider oft dazu, dass es bei solchen Begegnungen zur leichten Beute wird.

Seit mehr als 60 Jahren leben in der Nordeifel, zwischen Zweifall und dem Nationalpark bis in den Hürtgenwald mehrere Populationen des aus Korsika und Sardinien stammenden Wildschafes. In Deutschland ist das Muffelwild schon seit mehr als 100 Jahren beheimatet. In seiner angestammten Heimat aktuell vom Aussterben bedroht, sind die Bestände hierzulande stabil.

Große Familienverbände

Das Muffelwild lebt in großen Familienverbänden, deren Mitglieder allesamt von einem Schaf, dem Leitschaf, abstammen. Wie so oft in der Natur leitet eine weibliche Anführerin die Geschicke des Rudels — eine klare Mutterherrschaft.

Die Rudelgröße ist sehr unterschiedlich und kann schon einmal an die 30 bis 50 Stück heranreichen. Das Wild ist entgegen vieler anderer unserer Wildarten tagaktiv und daher für den Waldbesucher oftmals gut zu beobachten.