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Eicherscheid: Hoffnung bei der Konsumgesellschaft

Eicherscheid : Hoffnung bei der Konsumgesellschaft

Der berühmte Silberstreif ist endlich in Sicht! Nach jahrelang düsteren Unternehmensperspektiven und erlittenen Verlusten in durchweg vierstelliger Eurohöhe schrieb die Konsumgenossenschaft Eicherscheid im abgelaufenen Geschäftsjahr eine satte „schwarze Null mit zartem rosa Rand”.

Damit hebt sich das Geschäft deutlich von anderen Nordeifeler Läden der Handelskette ab, deren Umsätze und Gewinne sich momentan allesamt tief im Minusbereich bewegen.

Und müssten für das Geschäftslokal im Hause Am Weiher 4 keine Kanalanschluss-Kosten aufgebracht werden, wiese seine jetzt buchstäblich bis auf ein paar Cent ausgeglichene Gewinn- und Verlustrechnung sogar einen stattlichen Überschuss aus.

Umsatz gesteigert

Diese gute Nachricht wurde im Rahmen der Generalversammlung bekannt. Hierzu hatten sich rund 20 Konsum-Mitglieder und -Mitarbeiter in der Festhalle Tenne eingefunden. Nach einem Grußwort der Aufsichtsratsvorsitzenden Lucie Kell trug Vorstandsmitglied Hermann Gostek den Geschäftsbericht vor. Er sprach von einem „zufriedenstellenden Geschäftsjahr 2003”. Und auch die ersten Monate dieses Jahres wiesen, im Vergleich mit dem Erstquartal 2003, ein ansehnliches Verkaufsplus auf.

Der Umsatz habe gegenüber 2002 um 0,4 Prozent auf annähernd 590.000 Euro gesteigert werden können. Gostek bezeichnete als wesentlichen Grund für das gute Ergebnis „die Umsatzsteigerungen dank Partnerschaft mit Pfarrheim, den Ortsvereinen und der Tenne”. Auch ein infolge Lieferantenwechsels verbessertes Warenangebot und bauliche Veränderungen der inzwischen modernen Supermarktstruktur zeitigten positive Wirkung.

Benzinpreise bremsen

Zudem überlege sich manch potentieller Kunde angesichts hoher und stetig kletternder Benzinpreise, ob sich die Einkaufsfahrt per Auto zum weit entlegenen Discounter statt Bedarfsdeckung im Wohnort wirklich rechne.

Beim Eicherscheider „Konsum” sind im Jahresdurchschnitt vier Teilzeitkräfte und sieben Aushilfen beschäftigt. Deren Entlohnung schlug in der aktuellen Bilanz mit 89.000 Euro zu Buche.

Investitionen, betonte der Vorstandssprecher, seien im Berichtszeitraum nicht getätigt worden.

181 Anteilseigner

Aufsichtsratsvorsitzende Lucie Kell gab den derzeitigen Bestand an Anteilseignern mit 181 Personen an. Nicht zuletzt im Interesse der Eicherscheider Bevölkerung, so Kell, tue verstärkt Werbung not, um weitere Genossen und treue Kunden zu gewinnen: „Sie entscheiden über Wohl und Wehe unseres Konsums!”

Beste Erfahrungen machten die Initiatoren eines „Verkaufstages für Kindergartenkinder”. Sie durften im Konsum mit großer Begeisterung Produkte an Mann und Frau bringen und bekamen für ihren Einsatz natürlich auch ein kleines Salär. „Mit Marktleiterin Joahnna Alt und ihrem Mitarbeiterinnenteam sind wir hoch zufrieden”, lobten Vorstand und Aufsichtsrat einhellig. Im Sommer vorigen Jahres, erinnerte Kell, habe eine unabhängige, kompetente Kommission die gesetzlich im Zweijahresturnus verlangte Buch- und Rechnungsprüfung im Eicherscheider Konsum durchgeführt. Urteil der Revisoren: „Der Laden und sein Sortiment sind kunden- und bedienungsgerecht gestaltet, das Personal freundlich und sachkundig.”

Aufsichtsrat gewählt

Während der Konsum-Vorstand insgesamt fünf Jahre amtiert, standen zum auf drei Jahre berufenen Aufsichtsrat Neuwahlen an. Lucie Kell und ihr Stellvertreter Alfred Kaulard wurden in ihrem Funktionen bestätigt.

Die Stimmberechtigten beschlossen eine personelle Erweiterung ihres Kontrollgremiums. In Abwesenheit wurde Herbert Franzen zum neuen Aufsichtsratsmitglied ernannt.