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Höfen: Höfener Ferienspiele kommen gut an

Höfen : Höfener Ferienspiele kommen gut an

„Ich finde die Ferienspiele voll cool”. Kaum hat Benjamin diesen Satz mit einem breiten Grinsen ausgesprochen, stürzt er sich auch schon wieder ins Getümmel.

Den übrigen 49 Jungen und Mädchen gefällt der Freizeitspaß ebenfalls. Traditionell hat die Pfarre St. Michael Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren aufgerufen, die erste Woche der Ferien gemeinsam zu verbringen und einmal mehr wird jede Menge geboten.

Wer den Platz vor dem Schützenheim betritt, merkt sofort, mit wieviel Spaß die Kinder bei der Sache sind. Da werden Wasserbecher auf dem Kopf jongliert, es wird auf Dosen geworfen, zwischendurch eine erfrischende Limo geschlürft und in einer Ecke duellieren sich zwei Nachwuchsritter.

Keine Sorge, die beiden haben sich nicht in der Wolle und sie verletzen sich auch nicht. Gekämpft wird schließlich mit Schild und einem Schwert aus Schaumstoff. „...die alten Rittersleut´” lautet das Motto in diesem Jahr - ein sehr spannendes Thema.

Aber bevor die ersten Kämpfe gefochten werden konnten, stand Arbeit auf dem Programm. Die Ritter und Burgfräulein mussten sich schließlich das richtige Kostüm basteln. Helm, Hut, Kette, Schwert, Wappen und Schild - wie im Mittelalter wurde alles handgefertigt.

Dann konnten die Jungen und Mädchen endlich ihr Geschick beweisen. Mit dabei hat jeder stets seinen Ritterpass. In dem wird nämlich jede erfolgreich absolvierte Station abgehakt.

Die Kinder machen ihre Sache bestens und das Wichtigste dabei: Sie haben jede Menge Spaß. „Ich finde es richtig schön hier und sehr lustig. Vor allem die Spiele gefallen mir”, erklärt die neunjährige Natalie.

Oliver, sieben Jahre alt, hat das Basteln hingegen für sich entdeckt. „Das macht mir am meisten Spaß”, sagt er und liefert sich kurz darauf mit dem selbstgebastelten Schwert einen heißen Kampf.

Die Woche verbringen die Kinder mit ihren 20 Betreuerinnen jedoch nicht nur rund um das Pfarrzentrum. Am Donnerstag stand eine Fahrt nach Nideggen auf dem Programm. Und was besichtigen Ritter und Burgfräulein (oder solche, dies noch werden wollen) dort? Richtig, die Burg. Einige Workshops inklusive.

Ganz spannend dann die Nacht von Freitag auf Samstag. An der Sägemühle wird unter freiem Himmel übernachtet.

Weiter geht es in der letzten Ferienwoche. „Höfens Kinder in Bewegung” ist dann das Thema. Auf Wanderungen, einen Fahrradtag, den Ausflug ins Bubenheimer Spieleland und die Ferienspiel-Olympiade (passend am Tag der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking) können sich die Jungen und Mädchen schon jetzt freuen.

Ein besonders großes Lob hat Organisatorin Edith Kirch für die vielen fleißigen Helfer übrig. Sie selbst ist seit 16 Jahren mittendrin im Geschehen und jedes Jahr kann sie neue Mütter für die Mitarbeit begeistern. „Viele wollen anfangs gar nicht. Aber wenn sie einmal dabei sind, dann sehen sie, dass es jede Menge Spaß macht und überhaupt nicht stressig ist”, erzählt die 69-Jährige, die selbst ihre fünf Enkeltöchter „ins Rennen schickt”.

Fünf Jugendliche und 15 Mütter sorgen in diesen Tagen für den reibungslosen Ablauf. Gemeinsam haben sie auch vorab das Programm entworfen.

Mit 50 Teilnehmern ist die aktuelle Ferienmaßnahme eher durchschnittlich besucht. „Als ich vor 16 Jahren angefangen habe, kamen um die 30 Kinder. Jetzt sind zahlen jenseits der 70 normal”, weiß Edith Kirch. Für die letzte Woche hat sie auch schon 80 Zusagen.