Nordeifel: Hochwasser hält sich in Grenzen

Nordeifel: Hochwasser hält sich in Grenzen

„Die Hochwasserlage ist nicht katastrophal, aber die Lage bleibt angespannt”, fasste Heiner Sauren, Einsatzleiter der Feuerwehr Monschau, die Folgen der massiven Schneeschmelze vom Wochenende zusammen. Sehenden Auges konnte man verfolgen, wie sich innrerhalb weniger Stunden die Schneeberge verflüchtigten und dafür sorgten, dass die Rur zum reißenden Fluss wurde und polternd durch die Altstadt Monschau schoss.

Hier stand der Pegel am Sonntag bei 1,35 Meter, eine kritische aber nicht bedrohliche Marke.

Probleme für die Feuerwehr gab es im Einmündungsbereich des Eschbaches, wo sich zwei mitgespülte Holzpaletten verkantet hatten und entfernt werden mussten. Rückstaus mussten nicht befürchtet werden, da trotz der strengen Winterwochen die Rur noch nicht vereist war.

Im Unterlauf der Rur zwischen Hammer und Einruhr breiteten sich die braunen Wassermassen dann weit über die angrenzenden Wiesen aus und ließen das Flussbett oft nur nach erahnen. Die Wirtschaftsgebäude der Ölmühle bei Dedenborn standen durch den stark Hochwasser führenden Tiefenbach unter Wasser. Mit Sperren und Abpumpen versuchte die Feuerwehr Dedenborn hier größeren Schaden abzuwenden. Zum Teil unter Wasser stand auch der Campingplatz und das dortige Gebäude am Sportplatz Dedenborn.

Kanufahrer hatten ihren Spaß

Für zahlreiche mutige Kanufahrer kam das Hochwasser dagegen wie gerufen. Sie stürzten sich mit ihren bunten Booten in die Fluten und genossen bei Sonnenschein die rasante Fahrt hinunter bis zum Obersee. Spektakuläre Bilder boten sich am Überlauf Rurberg, wo die Wassermassen in der Rursee schossen, der aber ausreichend Speicherraum bietet.

Dass die Hochwasserlage überschaubar blieb, lag auch daran, dass die angekündigten Regenfälle, bis auf die Nacht von Samstag und Sonntag, nicht so intensiv wie befürchtet ausfielen.

In den nächsten Tagen dürfte das Hochwasser, auch wegen der fortschreitenden Schneeschmelze im Hohe Venn, noch anhalten. Deshalb, so Heiner Sauren, hätten auch auch „alle vorbereitenden Maßnahmen zum Hochwasserschutz weiterhin Bestand.”

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