Schmidt: Hilfe für Haiti kommt auch aus der Nordeifel

Schmidt: Hilfe für Haiti kommt auch aus der Nordeifel

Auch acht Tage nach dem schweren Erdbeben auf Haiti machen sich nach wie vor Helfer in das völlig zerstörte Gebiet auf. Einer von ihnen ist Mario Lennartz aus Schmidt. Der 42-Jährige wird, wenn das Deutsche Rote Kreuz sein großes Rotkreuz-Hospital nach Port-au-Prince bringt, mit an Bord sein.

Zurzeit werden noch 50 Tonnen Material im DRK-Logistikzentrum in Berlin überprüft. Dorthin wird die Reise für den ehrenamtlichen Helfer am Mittwoch auch als erstes gehen, bevor die beiden Flieger am Samstag ins Erdbebengebiet starten, wo sie Sonntag eintreffen sollen.

„Ich habe im vergangenen Jahr eine Schulung zur Trinkwasseraufbereitung gemacht”, erklärt Lennartz. „Und am Sonntag kam dann der Anruf, ob ich kurzfrisitig mit nach Haiti fliege wolle”, berichtet der Familienvater, der spontan zustimmte.

Trinkwasser und Strom

Vor Ort wird der Diplom-Ingenieur als Techniker aktiv sein und das Team aus rund 100 deutschen und internationalen Rotkreuz-Experten unterstützen.

Mario Lennartz wird dann unter anderem für die Trinkwasseraufbereitung und die Stromversorgung des mobilen Krankenhauses mitverantwortlich sein. In diesem können täglich 700 Patienten ambulant behandelt werden. Außerdem verfügt die Hilfs-Klinik über 120 Betten zur stationären Versorgung sowie Gynäkologie, Kinderheilkunde, Labor, Apotheke, Werkstatt, Strom- und Wasserversorgung sowie Unterkünfte für das gesamte Team.

Mit einem Wert von 1,4 Millionen Euro, seinem modularen System und seiner Kapazität, die dem eines deutschen Krankenhauses entspricht, ist das Hospital einzigartig und bestens für den schwierigen Haiti-Einsatz geeignet. Zudem wird für den Karibik-Einsatz die Chirurgie erweitert: In zwei zusätzlichen, aufblasbaren Operationssälen werden acht weitere OP-Teams Platz zum Arbeiten haben.

Das DRK-Hospital wird die mobile Gesundheitsstation unterstützen, die schon seit Samstag im Katastrophengebiet ist und wahrscheinlich auch nach dem Hilfseinsatz zum Neuaufbau dort bleiben wird, da es über eine Mutter-Kind-Station, eine Küche, Toiletten, einen Stromgenerator sowie einige Wassertanks verfügt. An der Finanzierung der Aktion beteiligt sich das Auswärtige Amt.


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