Kesternich: Herrlich jeck im „Dorf mit K“ unterwegs

Kesternich: Herrlich jeck im „Dorf mit K“ unterwegs

Vom blau-weißen Wagen ließ das Prinzenpaar der KG Kester Lehmschwalbe, umrahmt von einem blau-weißen Himmel, mit vollen Händen Kamelle und Chipstüten auf das närrische Volk regnen. Nicht nur die Tollitäten 2017 im Lehmschwalbendorf, das als „Dorf mit K“ eine neue Identität im Karneval gefunden hat, waren restlos begeistert, dass Petrus es so gut mit ihnen gemeint hatte.

„Spaß im Dorf mit K ist Pflicht“, hieß es passend dazu auf einem Wagen. Viele hundert Zuschauer hatten den Weg an die Bundesstraße gefunden und sich bereits kräftig eingestimmt. Der Elferrat führte traditionell den Zug an und sagte es den Besuchern am Straßenrand durch die Blume, denn die ersten pflanzfrischen Primeln wechselten den Besitzer. Gleich mehrere Gruppen huldigten dem Prinzen, der ja durch seine Berufung zum Ortsvorsteher auch eine Menge Stoff lieferte.

Eine Gruppe hatte sich die Karriereleiter der Tollität genauer angesehen, die vom „Malerstift bis zum Hochstudierten“ reichte. Das „königliche Mandolinenorchester“ bildete sozusagen einen musikalischen roten Teppich für den Narrenherrscher, und die Kester Zugvögel wollten den Prinzen verzaubern. Spätestens da war klar, wer das Sagen im Dorf hat. Da konnte selbst der von Personenschützern begleitete Donald Trump trotz seiner Forderung „Make Kesternich great again“ nichts ausrichten.

Insgesamt waren es sechs Wagen, acht Fußgruppen und sechs Musikkapellen, die tanzend, feiernd und musizierend durch das Dorf zogen. Freibier gab es für die Zuschauer, denn eine bekannte Eifeler Brauerei feiert in diesem Jahr ihr 200-jähriges Bestehen.

Fantasievoll und herrlich jeck kam die Gruppe „Jeder Jeck ist anders“ daher, und „Abrakadabra“ wurden Häschen aus Zylindern gezaubert. Zauberhaft war auch das Kinderdreigestirn anzuschauen, und viel Arbeit hatten sich die Flugkapitäne und Stewardessen mit ihrer Präsentation gemacht. Da war weit und breit kein Streik in Sicht.

Der Kesternicher Kirchturm, diesmal mit goldenen Hahn, spielte auch mal wieder eine Rolle im Rosenmontagszug, während eine tanzenden K-Gruppe, die vom Schneewalzer bis zum Hip-Hop alles im Programm hatte, auf dem Boden blieb. Ganz im Tanzmodus befand sich die Imgenbroicher Tanzschule Dash, die zahlenmäßig die größte Gruppe bildete.

Zum Abschluss des Kesternicher Zuges wurde es wie immer laut: Das konnten nur die Schmidter sein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Jecke Rosenmontagszüge ziehen durch die Eifel

(P. St.)
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