Rott: Heidekraut von vielen jungen Fichten und Birken befreit

Rott: Heidekraut von vielen jungen Fichten und Birken befreit

Kinder, Väter und Großväter des Heimat- und Eifelvereins trafen sich am am Parkplatz Roetgener Straße in Rott, um von dort aus ins Naturschutzgebiet Struffelt aufzubrechen. Auch eine Mutter mit ihren Kindern hatte sich der Naturschutzaktion angeschlossen. Diesmal galt es, gemeinsam im Naturschutzgebiet zu arbeiten.

Der Heimat- und Eifelverein hatte am Grenzweg auf dem Struffelt in den Jahren 2003 und 2004 zusammen mit der Unteren Landschaftsbehörde des damaligen Kreises Aachen und dem Forstamt Hürtgenwald schlechtwüchsige Fichtenbestände roden lassen und von Fichtenreisig gesäubert. Auf dieser Fläche war im folgenden Jahr Heidekrautschnittgut, das man an anderer Stelle auf dem Struffelt geschnitten hatte, ausgestreut worden. Die Aussamung des Heidekrauts hatte sich in den Zwischenjahren so gut entwickelt, dass sich die Rodung nahezu flächendeckend mit Heidekraut bedeckt hatte. Aber auch der Samen von Birken hatte sich zu kleinen Bäumchen entwickelt.

Damit sich nun das Heidekraut ausbreiten und ungehindert entwickeln kann, mussten die aufkommenden 20 bis 30 Zentimeter hohen Birken- und Fichtenpflänzchen entfernt werden, da sie sonst später das Heidekraut überwuchern und ihnen das Sonnenlicht rauben würden. Das würde das allmähliche Aus für die rosa-rote Blütenpracht im Spätsommer bedeuten.

So machten sich die zirka 20 Erwachsenen und Kindern daran, die Aussämlinge aus dem Boden zu ziehen. Im feuchten Boden und bei kleinen Pflanzen war das kein Problem, aber als der Boden im oberen Bereich trockener wurde, musste teilweise der Spaten oder die Grabegabel zur Hilfe genommen werden. Einige kleine Fichten waren bei den Kindern als Minichristbäume hoch geschätzt.

Da die Naturschutzmaßnahme finanziell unter dem Titel „Wiederherstellung der Feuchtheidelandschaft im NSG Struffelt” im Rahmen des Projektes „RWE-Companius” gefördert wurde, überraschte Hans-Peter Schiffer, Mitglied des Heimat- und Eifelvereins Rott und Mitarbeiter von RWE-Power, die fleißigen Helfer mit bedruckten T-Shirts und Baseballkappen. Nachdem der Rücken arg strapaziert war, gab es gegen Mittag nach getaner Arbeit eine kräftige Gulaschsuppe.

Das „RWE-Companius-Projekt” unterstützt ebenfalls eine im Jahre 2009 laufende Entfichtungsmaßnahme des Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde zur Erweiterung und Optimierung der Feuchtheidelandschaft Struffelt, bei welcher der Heimat- und Eifelverein Rott die maschinelle Säuberung der Rodungsfläche von Fichtenreisig übernommen hat.