Roetgen: „Heftiger Start“ in die Saison: Oberliga gewöhnungsbedürftig

Roetgen: „Heftiger Start“ in die Saison: Oberliga gewöhnungsbedürftig

Bei den Handballfrauen des TV Roetgen fieberte man nach dem Aufstieg in die Oberliga verständlicherweise dem Saisonstart entgegen. Leider verlief der Auftakt in der neuen Umgebung nicht wie gewünscht, denn gegen die SG Ollheim-Straßfeld mussten die Gelb-Roten eine 27:31-Niederlage quittieren.

Für TV-Trainer Bernd Marquardt war die Auftaktniederlage nichts Ungewöhnliches. „Wir wussten vorher, dass wir in einer Liga angekommen sind, in der richtig gut Handball gespielt wird. In der ersten Halbzeit haben wir gesehen, dass wir noch viel Luft nach oben haben. Ich muss meiner Mannschaft aber ein Kompliment machen, dass sie sich nach dem klaren Rückstand wieder ins Spiel zurückgekämpft hat“.

In der Anfangsformation standen nur Spielerinnen aus der Aufstiegsmannschaft, jedoch war im weiteren Spielverlauf erkennbar, dass man die oberligaerprobten Neuzugänge aus Weiden sehr gut gebrauchen kann.

Dass Handball in der neuen Liga grausam sein kann, diese unliebsame Erfahrung machten die Roetgenerinnen in den ersten Minuten. In der 3. Minute entschied Bernd Marquardt sich schon für die erste Auszeit, da lag sein Team schon 0:3 zurück. Eva Deutz konnte zwar auf 1:3 verkürzen, davon ließ die Gruppe aus dem Rhein-Sieg-Kreis sich aber nicht irritieren. Während die Roetgenerinnen ganz schwach abschlossen, oder Pech hatten wie Sabine Schmal die zweimal nur den Pfosten traf, bauten die stark aufspielenden Gäste ihre Führung auf 8:1 aus.

„Die Anfangsphase war richtig heftig“, hatte auch der Coach seine Probleme den Rückstand zu verdauen. Yvonne Baltzer, Eva Deutz und Laura Cosler gestalteten mit ihren Toren das Ergebnis dann etwas erträglicher (5:8), als dann auch noch eine Spielerin der Gäste nach einem Foul an Laura Cosler Rot sah, keimte wieder neue Hoffnung bei den Gelb-Roten auf, jedoch war die Spielgemeinschaft aus Ollheim-Straßfeld individuell so gut besetzt, dass sie auch den Platzverweis locker wegsteckte.

Bis zur 22. Minute baute die SG ihre Führung auf 14:6 aus. Die eingewechselte Torfrau Katrin Weyer und Rückraumspielerin Kristina Plum zeigten dann in den letzten Minuten der ersten Halbzeit, dass sie echte Verstärkungen für das TV Team sind. Katrin Weyer glänzte mit zwei Paraden bei Tempogegenstößen. „Krissi“ Plum traf dreimal in Folge zum 12:18-Pausenstand. Nach dem die Anfangsphase der zweiten Halbzeit ziemlich ausgeglichen verlief führten die Gäste in der 47. Minute beinah schon uneinholbar mit 27:20. Nach zwei gehaltenen Siebenmetern von Isabell Leblanc fassten die Roetgenerinnen aber wieder neuen Mut. Als Lisa Cosler in der 53. Minute auf 24:27 verkürzte, sorgte die Halle auch wieder für die notwendige lautstarke Unterstützung. Die Gäste erhöhten zwar wieder auf 28:24, im Gegenzug traf Anna Leblanc zum 25:28. Lisa Cosler verwandelte einen Siebenmeter zum 26:28 und verbreitete damit wieder neue Motivation. Leider hatten die spielstarken Gäste aber immer eine Antwort parat und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Am Sonntag (Anwurf 18 Uhr in der Aachener Halle an der Neuköllner Straße) wartet auf die Gelb-Roten im Derby bei Schwarz Rot Aachen schon die nächste Herausforderung.

Gegen die SG Ollheim-Straßfeld erzielten folgende Roetgen Spielerinnen die Tore: Lisa Cosler (6), Kristina Plum (5), Sabine Schmal und Anna Leblanc (beide je 4), Anne Fischer (3), Eva Deutz (2), Inga Schüler, Laura Cosler und Yvonne Baltzer (alle je 1).

(kk)
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