Heckenlauf in Eicherscheid: Sportler trotzen der großen Hitze

Heckenlauf in Eicherscheid : Sportler trotzen der großen Hitze

Beim 42. Heckenlauf im Golddorf Eicherscheid stand in diesem Jahr die Hitze und nicht neue Bestzeiten und Platzierungen im Vordergrund.

Bei Temperaturen um die 30 Grad und extremer Sonneneinstrahlung vom wolkenlosen Himmel war ein gutes und gesundes Durchkommen bei allen sieben Laufangeboten am vergangenen Samstagnachmittag vorrangiges Thema unter den Läufern.

An die 300 Sportler hatten sich angemeldet, letztlich wurden 247 als Finisher gezählt. Eigentlich hatte man wegen des „schlechten“ Wetters mit mehr Absagen gerechnet, dafür gab es bedingt durch die große Hitze, kurzfristig mehr An- und Ummeldungen für die 5-Kilometer-Kurzdistanz. Das Veranstaltungsteam des SV Germania Eicherscheid hatte zusätzliche Verpflegungsstellen eingerichtet.

So gab es auf der 5-Kilometer-Strecke ein Getränkeangebot, und auf der 10-Kilometer-Strecke kamen zu den üblichen zwei noch zwei Wasserstellen hinzu. Beim Halbmarathon, wo man sonst mit fünf Versorgungsstellen ausreichend versorgt ist, waren es jetzt acht Stellen, an denen Flüssigkeit entgegengenommen wurde. Mitgefühl zeigten auch die Dorfbewohner von Eicherscheid, die an der Strecke Wasserschläuche und Gartensprenger in Position brachten.

Um 15 Uhr begannen die Kinderläufe der Mädchen und Jungen, sieben Jahre und jünger, jeweils getrennt, mit einer 400-Meter-Stadionrunde. Alle freuten sich anschließend über kleine Sachpreise, vor allem über das angekündigte Eis. Beim anschließenden Schülerinnen- und Schülerlauf der Acht- bis Elfjährigen über 1400 Meter ging es schon ambitionierter zu. Beim folgenden Mittelstreckenlauf über 5 Kilometer, der, wie auch der Volkslauf und der Halbmarathon, für den Rur-Eifel-Volkslauf-Cup (REVC) gewertet wird, gibt es ebenfalls eine separate Wertung für Schüler- und Jugendliche. Dies war dann auch der mit knapp 100 Zieleinläufen, der teilnehmerstärkste Wettbewerb dieses Nachmittages. Hauptsache Punkte für den REVC sammeln, so lauteten die Aussagen einiger Sportler, die die Kurzstrecke vorzogen.

Der 10-Kilometer-Lauf startete um 16.35 Uhr, und der allgemeine Plan lautete, gut durch die Hitze zu kommen, denn dieser Parcours nur hatte nur wenig Schatten zu bieten. So dankten es viele, dass alle zwei Kilometer eine Wasserstelle zur Verfügung stand und der Wasserschlauch im Ziel auch im Dauerbetrieb war. Selbst um 18 Uhr, als der 18. Halbmarathon gestartet wurde, war von Abkühlung nichts zu spüren. Die traditionelle Laufstrecke verläuft auf den ersten 10 Kilometern identisch mit der Volkslaufstrecke, bevor es dann nach Durchlaufen des Stadions auf eine landschaftlich reizvolle Strecke mit einigen knackigen Steigungen durch Huppenbroich und dem Anstieg bei Kilometer 18 zurück auf den Sportplatz in der Bachstraße geht.

Einige Wanderer und Walker nahmen das Angebot der 10-Kilometer-Strecke unter ihre Sohlen. Am Ende des Tages, als alle Preise vergeben waren, war jeder ein Sieger, auch die, denen die innere Stimme dazu geraten hatte, den Lauf vorzeitig zu beenden. Von den Ersthelfern gab es keinen Einsatz zu vermelden, und so konnte auch der Veranstalter und die zahlreichen Helfer vom SV Germania Eicherscheid, die sich ein ganz besonderes Dankeschön für ihren Einsatz verdient hatten, durchatmen und sich über die vielen positiven Kommentare der Läuferinnen und Läufer freuen.