Hauptversammlung des Heimatvereins Lammersdorf

Hauptversammlung des Heimatvereins Lammersdorf : Bürgermeister regt Klausurtagung an

Ralph Mertes, der 2. Vorsitzende des Vereins für Heimatgeschichte und Dorfkultur Lammersdorf (Heimatverein), bestand seine Feuertaufe als Versammlungsleiter mit Bravour. Aufgrund der Erkrankung des 1. Vorsitzenden Georg Schruff leitete er die Jahreshauptversammlung, auf der er neben 21 Mitgliedern auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein und Ratsherr Andreas Hermanns begrüßen konnte.

Wie Mertes mitteilte, hat der Heimatverein derzeit 622 Mitglieder, von denen sich einige um das unter Regie des Vereins stehende Bauernmuseum in der Bahnhofstraße kümmern. Hier wurde im letzten Jahr im Außenbereich ein Stellplatz für einen WC-Wagen geschaffen, der beim Museums- oder Halloweenfest erforderlich wurde. Darüber hinaus entsorgte man alte Bühnenelemente, räumte den Schulkeller auf, und zudem gab der Verein einen neuen Museumsführer heraus. Im Zusammenhang mit den durchgeführten Arbeiten dankte Mertes auch Hans Rosskamp und Kurt Frings.

Lioba Wynands-Görke äußerte sich sehr zufrieden über das Märchen „Rumpelstizchen“, zu dem 399 Besucher kamen. Der Arbeitskreis Heimatgeschichte, der de facto nur noch aus Ralf Linzenmeier besteht, braucht Verstärkung, um verschiedene Digitalisierungen vorzunehmen. Darüber hinaus sucht der Heimatverein Räumlichkeiten, um Sachen, die mehrfach vorhanden sind, auszulagern. Hierzu bot Hans Rosskamp ein Stück seines ehemaligen Heustalles an.

In der weiteren Diskussion sprach man sich zudem für die Erstellung eines Konzeptes über die Einrichtung der einzelnen Räume des Museums aus. Allerdings fehlt es auch weiterhin am „ausführenden“ Personal wie Backfrauen, Museumsführer und Helfern bei anstehenden Reparaturen und Arbeiten. Leider stiegen die Besucherzahlen des Bauernmuseum durch den angrenzenden Vennbahn-Radweg nicht.

Bürgermeister Hermanns bedankte sich beim Verein für die geleistete Arbeit. Wie Hermanns erläuterte, unterstützt die Gemeinde den Heimatverein im Zusammenhang mit dem Bauernmuseum durch eine 450-Euro-Kraft. Um dies gegenüber den anderen Vereinen und dem Gemeinderat zu begründen, sei aber eine detaillierte Aufstellung der geleisteten Arbeiten erforderlich.

Zudem sollen wegen des Förderprojektes „Heimatcheck / Heimatförderung“, wobei es immerhin um 100.000 Euro geht, Gespräche mit der Gemeinde geführt werden. Hermanns schlug vor, dass sich der Vorstand des Heimatvereins zu einer Klausurtagung zusammen setzt, um die Marschrichtung und die Zukunftsperspektiven des Vereins festzulegen.

Für dieses Jahr stehen beim Verein zahlreiche Aktivitäten an. So soll die hintere Fassade des Bauernmuseums saniert werden. Ferner ist die Herausgabe eines Mundartbuches (Jürgen Siebertz) geplant. Am 5. Mai öffnet das Bauernmuseum dann wieder seine Tore. Weitere Termine: Museumsfest am 21. Juli und Halloweenfest am 26. Oktober.

(ani)
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