Nideggen: Gutes Ende am Eschaueler Sonnenstrand

Nideggen: Gutes Ende am Eschaueler Sonnenstrand

Was lange währte, ist nun höchst wahrscheinlich gut geworden: Die unendliche Geschichte der Renovierung und Erweiterung des Gebäudes am „Sonnenstrand Eschauel” ist beinah abgeschlossen. Immer noch trifft man in Eschauel Handwerker am Rurseestrand unterhalb von Schmidt an.

Die Restauration wurde bereits im Mai in Betrieb genommen, und der Sonnenstrand zog in diesem Sommer schon zahlreiche Gäste an. Dem neu etablierten „Beachclub Eschauel” stattete die Bürgermeisterin Margit Göckemeyer jetzt einen Besuch ab.

„Zum Ende diesen Jahres hätte die Stadt den Zuschuss aus den Fördermitteln der EU in Höhe von 224.000 Euro zurückzahlen müssen”, erklärt sie. Deswegen sei sie froh, dass endlich ein Pächter gefunden worden sei. Vier Jahre hat es gedauert, in denen die Stadt Nideggen Pläne machte und verwarf, neue Pläne machte, viel Geld in die Hand nahm und Genehmigungen einholte. Man war der festen Überzeugung, dass sich hier, wo sich Segler, Angler, und Wanderer aufhalten, wo die Weiße Flotte anlegt, eine Restauration lohnen müsse. Im Sinne der Tourismusförderung wurde investiert, insgesamt sind rund eine halbe Million Euro eingesetzt worden.

„Der Sonnenstrand Eschauel war ein hoch emotionales Thema”, erinnert sich Margit Göckemeyer und hält fest: „Die Beschlüsse hat immer der Rat gefasst.” Und Peter Esser, zuständig für die Finanzen der Stadt, ergänzt: „Nachdem es sich als äußerst schwierig erwies, einen Pächter hierfür zu finden, haben wir auch überlegt, das Haus zu verkaufen, notfalls mit Verlust.”

Dann kam im Mai das Ehepaar Achim und Magdalena Bongard; sie investierten in die Inneneinrichtung, machten sich tatkräftig ans Werk. Die Vertragsbedingungen nennt Peter Esser „moderat”, und die Bürgermeisterin weist auf die Verpflichtung hin, den Badebetrieb aufrecht zu erhalten.

Aufgrund der Fördermittel handelt es sich um ein zweckgebundenes Objekt zur Tourismusförderung. Vorerst bleibt es für die Stadt Nideggen ein Zuschussgeschäft, etwa 10.000 Euro wird die Stadt jährlich dazu geben müssen. „Es kann sein, dass wir in fünf Jahren vielleicht ein finanziell ausgeglichenes Objekt haben” erläutert Esser.

Das frühere „Rurseestübchen” ist nicht wieder zu erkennen: Ein großer lichtdurchfluteter Raum mit Steinboden und Holzdecke, mit schwarz-weißen Möbeln und Bezügen aus hellem Leder lässt eher an ein vornehmes Ambiente denken. Im Restaurant, das fast 100 Sitzplätze hat, soll für jeden etwas geboten werden. Die überdachte Terrasse gibt den Blick frei auf die große Insel und den Wald unterhalb von Scheidbaum.

Im unteren Teil des Gebäudes befindet sich der Kiosk. Sand wurde aufgeschüttet und Palmen aufgestellt, bei Sonne hat das Ganze wirklich südliches Flair. Die DLRG ist in den oberen Räumlichkeiten untergebracht. Als der neue Anfang gemacht wurde, „strömten” die Gäste zum Sonnenstrand; in den vergangenen heißen Tagen stellte sich den Betreibern manche Herausforderung. Über die ausgesprochen gute Resonanz der ersten Wochen freut sich das Ehepaar Bongard. Auch im Herbst und Winter soll man den Beachclub besuchen können, dann wird es auf Wanderer und Biker zugeschnittene Angebote geben.

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