Grüttemeier:Sieg bei der Wahl in der Städteregion

Kommentar zur Städteregionswahl : Grüttemeier siegt klar, aber...

Deutlicher Sieg für Tim Grüttemeier, weniger Stimmen für Daniela Jansen als erwartet, solides Ergebnis für Oliver Krischer - das ist die  Kurzanalyse der Wahl zum Städteregionsrat.

Was dieses Ergebnis für die Stichwahl in zwei Wochen zwischen Grüttemeier und Jansen bedeutet, lässt sich auch zusammenfassen: Grüttemeier geht als großer Favorit ins Rennen, aber...

Die Art und Weise, wie Grüttemeier für sich und die CDU diesen Wahlgang gewonnen hat, ist schon eine kleine Überraschung. Ja, er hat die aufwändigste Kampagne von allen drei Kandidaten gefahren. Doch das ist nicht die einzige Erklärung dafür, dass er über elf Prozentpunkte mehr Stimmen als seine schärfste Rivalin, Daniela Jansen von der SPD, geholt hat. Offenkundig konnte Grüttemeier auch mit seinen Konzepten und seiner Persönlichkeit punkten. Denn anders ist nicht zu erklären, wie der Unionskandidat die SPD-Hochburgen Würselen und vor allem Eschweiler für sich gewinnen konnte. In seiner Heimatstadt Stolberg erzielte Grüttemeier 55,8 Prozent. Ein bemerkenswertes Zwischenzeugnis für einen amtierenden Bürgermeister.

Grüttemeier ist Favorit bei der Stichwahl

Die Taktik der SPD hingegen ist (noch) nicht aufgegangen. Als Aachenerin sollte Jansen vor allem in der größten Stadt der Städteregion punkten. Tatsächlich ist sie in ihrer Heimat nur dritte Kraft. Auch weil Oliver Krischer für die Grünen in der Stadt Aachen ein starkes Ergebnis erzielt hat und den Trend bestätigt, dass grüne Politik in Großstädten mehrheitsfähig ist.

Spannend wird die Stichwahl in zwei Wochen dennoch. Zwar ist nicht davon auszugehen, dass die grünen Wähler sich in Scharen Daniela Jansen anschließen. Gut möglich jedoch, dass sich die SPD-Stammklientel, angestachelt von den mäßigen Ergebnissen, besser mobilisieren lässt. Dann würde es eng.

r.benden@zeitungsverlag-aachen.de

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