Simmerath: Grün, giftig, superflach: „Supersportler” aus der Eifel

Simmerath: Grün, giftig, superflach: „Supersportler” aus der Eifel

„Ich wollte immer mal ein Auto bauen”, sagt Tom Gerards. Der 36-jährige Unternehmensberater aus Simmerath verfolgte dieses Ziel mit Begeisterung und Hingabe seit Anfang 2009.

Aber erst zweieinhalb Jahre später wurde sein Konstrukteurstraum auch Wirklichkeit: Jetzt steht das Auto auf dem Hof: Grün, giftig und superflach: der „Custom GT”, ein ultraleichter Sportwagen mit bis zu 550 PS.

Doch ehe der schicke Zweisitzer seine Zulassung erhielt, musste Gerards so einige Hürden überwinden, allem voran beharrliche Überzeugungsarbeit bei deutschen TÜV-Beamten leisten, denn die Vorstellung von Tom Gerards, dem Chef der „CCG Automotive Gmbh”, war sehr konkret: Er wollte einen individuellen Sportwagen entwickeln, der sowohl renn- als auch straßentauglich ist.

Die zurückliegenden Monate wurden für einen ausgiebigen Belastungstest des Superflitzers genutzt. Nichts lag da näher als die Nordschleife des Nürburgrings und der Hockenheimring, wo prominente Testfahrer wie Patrick Simon, Wolfgang Weber oder Andreas Pfister den Custom GT versuchten an seine Grenzen zu bringen.

Die Höchstgeschwindigkeit variiert zwischen 285 und 320 Stundenkilometer, und mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,5 Sekunden ist dieser „Supersportler” für Autofans mit Freude an Tempo und Design entwickelt worden. Auch sein Nettopreis von rund 113 000 Euro ist alle andere als durchschnittlich.

Als Basis für das Projekt diente Tom Gerards ein pulverbeschichtetert Gitterrohrrahmen, der in den USA angefertigt wurde. Außen besteht der Custom aus glaserverstärkten Verbundwerkstoffen oder Carbon. So kommt man auf ein sehr niedriges Gesamtgewicht zwischen 960 uns 1040 Kilogramm.

Zu überhören ist der Custom GT mit mit seinem Sieben-Liter-Aggregat, das seinen Ursprung in der US-Ikone Corvette hat, natürlich auch nicht: „Dank Feintuning schreit es seine Lebensfreude beherzt über armdicke Auspuffrohre ins Freie,” heißt es in der Beschreibung. Ob Fahrwerk, Getriebe oder Karosserie: Für Tom Gerards ist es ein entscheidender Faktor, dass das Fahrzeug noch rundum das Qualitätslabel „Made in Germany” verdient.

Selbst als „Öko-Flitzer” lässt sich der Custom GT” vermarkten, denn die Firma CCG stattete auf Wunsch den Wagen mit einer Autogas-Anlage aus. Mit 15 bis 20 Litern Gas auf 100 Kilometern sieht der Konstrukteur seine Entwicklung auch mit einer interessanten Umwelt-Note ausgestattet.

Nun liegt es an der Kunden-Nachfrage, wie der Custom GT sich auf dem Markt durchsetzt. Das Unternehmen CCG stellt seine Firmen-Philosophie jedenfalls schon darauf ein, dass im Winter einige der neuen Superflitzer in der Eifel gebaut werden.

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