Steckenborn: Großeinsatz in Würselen: Gefahrgut-Spezialisten vor Ort

Steckenborn: Großeinsatz in Würselen: Gefahrgut-Spezialisten vor Ort

Beim Großeinsatz der Feuerwehren der Städteregion Aachen am vergangenen Freitag im Gewerbegebiet Würselen war auch die Löschgruppe Steckenborn im Einsatz. Bekanntlich wird der Gerätewagen Messtechnik (GW-Mess) in Kürze seinen dauerhaften Standort im neuen Feuerwehrgerätehaus in Steckenborn haben und hier auch von Löschgruppe Steckenborn betreut.

Das Spezialfahrzeug kann bei Gefahrgut-Einsätzen wichtige Dienste leisten. Unter Leitung von Benno Tüpper rückte der Wagen zur Einsatzstelle, der Spedition Danzas, nach Würseln aus.

Die Alarmierung durch die Leistelle Kreis Aachen in Simmerath erfolgte um 10.07 Uhr über Funkmeldeempfänger und Handyalarmierung per SMS. Durch Löschgruppe Steckenborn wurde der Gerätewagen Messtechnik und der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Simmerath als Unterstützungsfahrzeug besetzt . Beide Fahrzeuge wurden mit je vier Personen besetzt; zusätzlich fuhr ein Feuerwehrmann mit seinem privaten PKW. Der Messzug-Süd war mit neun Mann in Würselen vor Ort.

Wie berichtet waren durch einen Gabelstapler zwei 200 Liter-Fässer mit dem Gefahrgut 0-Dichlorbenzol so stark beschädigt worden, dass die Flüssigkeit fast vollständig auslief. Die etwa 400 Liter Flüssigkeit suchten sich ihren Weg und so wurden der Rampenbereich der Spedition, der Anhänger des LKW und der Hof mit 0-Dichlorbenzol kontaminiert.

Es wurden drei Trupps unter CSA (Chemikalienschutzanzügen) in der Einsatzstelle durch den Messzug Süd eingesetzt. Es wurden weitere drei Trupps des Messzugs Süd unter leichteren Schutzanzügen zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt. Kontaminierte Paletten wurden zerkleinert, das Bindemittel in spezielle Behälter geschaufelt und Messungen durchgeführt.

Sieben Stunden nach der Alarmierung verließ der Messzug Süd die Einsatzstelle um 17.07 Uhr wieder, zurück im Standort war man um 18.15 Uhr, genau rechtzeitig, um an der für 19 Uhr angesetzten Funk-Übung teilzunehmen.