Nordeifel: Größerer Wortschatz, bessere Noten: Vorlesen hat nur Vorteile

Nordeifel: Größerer Wortschatz, bessere Noten: Vorlesen hat nur Vorteile

Die Botschaft ist eindeutig: Vorlesen hat einen äußerst positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die das Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen auch in diesem Jahr durchgeführt hat.

Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, verfügen über einen deutlich größeren Wortschatz als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung, sie haben im Schnitt bessere Noten und haben später mehr Spaß am Selbstlesen und im Umgang mit Texten. Aber: In etwa jeder dritten Familie in Deutschland bekommen Kinder von ihren Eltern zu selten oder nie vorgelesen. Deswegen wurde vor zwölf Jahren der bundesweite Vorlesetag ins Leben gerufen, der auf die Bedeutung des Vorlesens aufmerksam machen möchte.

Die Büchereien waren neben den Schulen wieder die „Epizentren“ am bundesweiten Vorlesetag. In Simmerath las Thomas J. Lennartz „Tim und das Geheimnis von Knolle Murphy“ vor, in Monschau erfreute Hubert vom Venn die jungen Zuhörer mit „Petterson und Findus“. Foto: H. Schepp

Auch wenn das Konzept des Tages bei den Leseorten der Phantasie keine Grenzen setzt, stehen am Vorlesetag Aktionen in Schulen und Büchereien im Mittelpunkt. Hatten am Morgen auch viele Grundschulen den Tag zum Anlass genommen, den Kindern etwas vorzulesen oder vorlesen zu lassen, so versammelten die jungen Zuhörer sich am Nachmittag in den Büchereien, um spannende und lustige Geschichten im Kopfkino abzuspielen.

In der Simmerather Raiffeisenbank las Kinderbuchautorin Claudia Satory-Jansen aus ihrem Umweltroman „Inter Stellas“. Foto: H. Schepp

„Tim und das Geheimnis von Knolle Murphy“ las Thomas J. Lennartz, der versierte Profi-Vorleser der Simmerather „Freunde fürs Lesen“ in der Gemeindebücherei vor, und die Kinder verfolgten aufmerksam, wie spannend es in einer Bücherei zugehen kann.

In der Stadtbücherei Monschau zog zunächst Hubert vom Venn die Kinder (und auch die Großen) mit der toll vorgetragenen Geschichte von Pettersson und Findus in seinen Bann, ehe Zeitungsredakteur Heiner Schepp den Grimm-Klassiker vom „Rotkäppchen“ samt Handpuppenspiel durch Sohnemann Paul lebendig werden ließ. nach der lehrreichen Geschichte der beiden Wassertropfen Plitsch und Platsch war dann noch einmal der kauzige Pettersson mit seinem witzigen Kater Findus an der Reihe, diesmal vorgelesen und durch Bilder begleitet von Büchereileiterin Trixi Reichardt.

Vorgelesen und erzählt wurde am Vorlesetag auch im „Wohnzimmer“ der Simmerather Raiffeisenbank, wo die Rurberger Kinderbuchautorin Claudia Satory-Jansen den aufmerksamen Kindern und Jugendlichen aus ihrem Umweltroman „Inter Stellas“ vorlas.

Übrigens: Wer den Vorlesetag in diesem Jahr verpasst hat, sollte sich den 18. November 2016 vormerken — dann gibt es nämlich in ganz Deutschland den 13. Vorlesetag.

(red)
Mehr von Aachener Zeitung