Nordeifel: Geologische Wanderung: Als Nideggen noch Wüste war

Nordeifel: Geologische Wanderung: Als Nideggen noch Wüste war

Rot und gelblich ragen die imposanten Natursteine um Nideggen empor. Vom Tal der Rur aus erheben sich die mächtigen Felsen, gekrönt von der ebenfalls aus rotem Bruchstein erbauten mächtigen Burganlage. Sie sind Zeugen einer ausgedehnten Wüste, die sich zur Buntsandstein-Zeit vor über 230 Millionen Jahren über einen großen Teil Mitteleuropas erstreckte.

Zu einer geologischen Zeitreise laden die Nationalparkverwaltung Eifel und der Geologische Dienst NRW zum Tag des Geotops am Sonntag, 20. September, in die Nationalparkregion Eifel ein.

Foto-Shooting für die DZT 11.12.2010

Dieses Jahr fällt der Tag des Geotops zudem in das Internationale Jahr des Bodens, ausgerufen von den Vereinten Nationen.

Ob Böden, Felsen, Findlinge oder Karstbildungen. Es handelt sich um Geotope die von der Entwicklung der Erde und des Lebens erzählen. Sie sind als Naturdenkmal, Naturschutzgebiet oder Landschaftsbestandteil geschützt. Der geologische Dienst NRW erfasst, bewertet und dokumentiert die Geotope in Nordrhein-Westfalen.

Bei der Wanderung im Norden der Nationalparkregion erfahren die Teilnehmer alles über die damaligen Klimazeiten und wie es durch Abtragung und Erosion zu den heutigen Formen und Farben kam. Zusammen mit einem Nationalpark-Ranger und einem Geologen vom Geologischen Dienst NRW wandern die Teilnehmer von Nideggen entlang der eindrucksvollen Felsen, die über dem tief eingeschnittenen Tal der Rur thronen.

In den beeindruckenden Felspartien sind die „Wüstengesteine“ gut sichtbar, auffällig ist dort auch die besondere Vegetation, die typisch für flachgründige trockene Standorte in einem der wärmsten und niederschlagsärmsten Teile der Eifel ist.

Die Wanderung startet am Sonntag um 11.30 Uhr am Nationalpark-Tor in Nideggen. Dort können sich die Teilnehmer bereits ab 10 Uhr kostenfrei in der Ausstellung „Schatzkammer Natur“ über die logistischen Raffinessen der Natur und zum Nationalpark Eifel informieren.

Für die Wanderung wird wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen. Die Tour dauert etwa vier Stunden und Verpflegung gibt es aus dem Rucksack. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Für Schäden wird keine Haftung übernommen. Eine Anmeldung für die kostenfreie Führung ist nicht erforderlich. Die Führung ist für Nicht-Fachleute konzipiert.

Weitere Informationen http://www.tag-des-geotops.de/.

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