Monschau: General der Luftwaffe landet in Kalterherberg

Monschau: General der Luftwaffe landet in Kalterherberg

Für Arne Kreuzinger-Janik schließt sich bald der Kreis. Dann möchte der Generalleutnant der Bundeswehr endlich erfahren, was es bedeutet, sich heimisch zu fühlen.

Noch aber hat der 60-jährige Inspekteur der Luftwaffe zwei Dienstjahre an höchster verantwortlicher Stelle in der Bundeswehr vor sich, ehe er an seinem Wohnsitz Kalterherberg dann Zeit für viele Dinge finden möchte, die sein wechselvolles berufliches Leben bisher nicht zuließen.

Heimatgefühle verspürte Aarne Kreuzinger-Janik bereits am Freitag als er an Monschaus bekanntester Adresse, im Roten Haus, von der Stadt Monschau empfangen wurde. Erst im vorigen Jahre erfuhr die Verwaltung davon, dass der designierte Inspekteur der Luftwaffe im Stadtgebiet lebt. Als dann am 29. Oktober 2009 auf dem Fliegerhorst Nörvernich die offizielle Ernennung Kreuzinger-Janiks durch den neuen Verteidigungsminister Theodor zu Guttenberg stattfand, gehörten Bürgermeisterin Margareta Ritter und ihre Vorgänger Theo Steinröx zu den geladen Gästen.

Beim Empfang im Roten Haus wurden sie geknüpften Kontakte vertieft, und der zwanglose Austausch im Herrenzimmer wie auch die neue Fahnen-Standarte der Stadt Monschau mit den Farben der Bundesrepublik Deutschland, dem Land NRW und natürlich dem Monschauer Stadtwappen, gaben dem Besuch die entsprechende Würde und einen Hauch von staatstragender Bedeutung.

Margareta Ritter sprach angesichts der Anwesenheit eines Vier-Sterne-Generals, der jetzt auch oberster Befehlshaber des Luftwaffen-Personals ist, von einer „Sternstunde.” Die Bürgermeisterin ging nicht nur auf den äußerste wechselvollen beruflichen Lebenslauf des Generalleutnants ein, sondern hob auch dessen hohe dienstliche Verantwortung im Zusammenhang mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr hervor.

In Begleitung seiner Ehefrau Adelheid betonte Aarne Kreuzinger-Janik wie „ausgesprochen wohl” man sich in der Region fühle, wozu auch die Einladung ins Rote Haus gehöre.

Seine aus Köln stammende Ehefrau verbrachte ihre gesamte Kindheit in Kalterherberg und besuchte später auch das Monschauer Gymnasium. Diese Zeit sein von „traumhaft schönen Erinnerungen” geprägt worden, und als sich dann die Gelegenheit bot, dass in Kalterherberg, ebendort an der Stätte der Kindheit in Neu-Rott, ein Haus frei wurde, war auch ihr Ehemann rasch davon überzeugt, in Kalterherberg sesshaft zu werden. „So schnell habe ich noch nie ein Haus gekauft”, schmunzelt der Luftwaffen-General. In der Eifel sei der Erholungswert immens, und man hier „die Last des Alltags abwerfen.”

Kalterherberg war für Aarne Kreuzinger-Janik, der aus Lübeck stammt, immer schon weit mehr als ein nur ein Fleck in der Landschaft. Bei seinen Flügen im Jagdbomber dienten die hoch in den Himmel ragenden Türme des Eifeldoms als verlässlicher Orientierungspunkt. Dass er nun für immer in Kalterherberg gelandet ist, ist für den erfahrenen Piloten und sympathischen Mitbürger ein wunderbarer Start in die dritte Lebensphase.

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