Nordeifel: Gemeinschaftsschule: Verfrühte Laufbahnentscheidungen gibt es nicht

Nordeifel: Gemeinschaftsschule: Verfrühte Laufbahnentscheidungen gibt es nicht

Ein überzeugendes pädagogisches Rahmenkonzept hat die „Projektgruppe Gemeinschaftsschule Monschau-Simmerath-Roetgen” in relativ kurzer Zeit entworfen, das auch bei der gemeinsamen Informationsveranstaltung für die Kommunen in der Monschauer Elwin Christoffel-Realschule auf ungeteilte Zustimmung stieß.

In dem Projekt wirkten mit: Für die Elwin Christoffel-Realschule Monschau: Schulleiter Peter Groten, stellv. Schulleiter Albert Rieger und Dietmar Deuster; für die Gemeinschaftshauptschule Monschau-Roetgen: Konrektor Franz-Josef Prümmer, Margitta Isaac und Ruth Wolff; für die Gemeinschaftshauptschule Simmerath: Konrektor Rolf Sieben und für das St. Michael-Gymnasium Monschau: Schulleiter Dr. Lothar Stresius.

In der neu einzurichtenden Gemeinschaftsschule sollen die Realschule Monschau sowie die beiden Hauptschulen Monschau und Simmerath zusammengeführt werden. Die Schule bietet eine gebundene Ganztagsbetreuung. Zum Einstieg werden heterogene (also gemischte Klassen) in den Jahrgangsstufen fünf und sechs gebildet.

In diesen Gruppen sollen die Schüler mit unterschiedlichen Begabungen miteinander und voneinander lernen. Das gemeinsame Lernen aus der Grundschule wird also fortgesetzt. Verfrühte Laufbahnentscheidungen, die später korrigiert werden müssen, fallen somit weg. Ab Klasse sieben wird der Unterricht in kooperativer Form stattfinden, wobei auch in den Klassen sieben und acht die Durchlässigkeit der Bildungsgänge erhalten bleibt.

Als Abschlüsse sind der Realschulabschluss und der Hauptschulabschluss möglich. Mit dem St. Michael-Gymnasium besteht ein Kooperationsvertrag, der bei einem qualifizierten Abschluss der Sekundarstufe I die Übernahme in die gymnasiale Oberstufe garantiert. Dazu werden besondere Förderangebote der Gemeinschaftsschule in Abstimmung mit dem Gymnasium installiert. Gemeinsame Fachkonferenzen und Lehrerfortbildung sowie der Austausch von Lehrkräften sind ebenfalls Teil der Kooperationsvereinbarung.

Ab Klasse sieben wird in differenzierten Bildungsgängen unterrichtet. Dann werden auch so genannte „ASA-Klassen” (angestrebter Schulabschluss) eingerichtet. Ergänzungsstunden, eigenverantwortliches Lernen sollen der Sicherung des gymnasialen Standards dienen.

Ab der Klasse acht erfolgt eine intensive Beratung im Hinblick auf den weiteren Bildungsgang und den angestrebten Schulabschluss.

Als Fazit hält die Projektgruppe fest: „Die Gemeinschaftsschule nutzt die Chance, die Schülerinnen und Schüler nach neuesten Erkenntnissen der Unterrichtsforschung auf ihr zukünftiges Leben in Beruf und Gesellschaft vorzubereiten - unter Berücksichtigung der persönlichen Begabungen und Interessen.”

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