Roetgen: Gemeindeverwaltung: „Gemeindeförster hat sich an die Vorgaben gehalten“

Roetgen: Gemeindeverwaltung: „Gemeindeförster hat sich an die Vorgaben gehalten“

Gar nicht einverstanden ist die Gemeindeverwaltung Roetgen mit der Aussage der Grüne-Fraktion, dass die Forstverwaltung hinsichtlich des ordnungsgemäßen Verwaltungshandelns nicht funktionieren würde. Diese Vorwürfe werden seitens der Verwaltung „ausdrücklich zurückgewiesen“.

Die Dokumentation in handschriftlicher oder digitaler Form lasse in keiner Weise Rückschlüsse auf die Qualität der Buchführung zu. Hier gebe es keinerlei Beanstandungen, heißt es in der Stellungnahme. Das Gleiche gelte auch für den Umgang mit dem Gemeinderat. Der Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2018 sei dem Umwelt-, Touristik- und Forstausschuss in seiner Sitzung am 23. November 2017 vorgelegt worden.

„Bei der Aufstellung des Forstwirtschaftsplanes hat sich der Gemeindeförster an die Vorgaben des Gemeinderatsbeschlusses vom 27. Juni 2016 gehalten, wonach der Forstwirtschaftsplan ab dem Planjahr 2017 ausschließlich die Aufwendungen und Erträge der forstlichen Betriebsmaßnahmen enthalten soll. Damit ist ein Vergleich des Forstwirtschaftsplanes mit dem Produkt ‚Gemeindewald‘ im Haushaltsplan nicht mehr möglich, da diverse Aufwandspositionen fehlen“, schreibt die Verwaltung.

Die Grüne-Fraktion erwähne in ihrer Stellungnahme nicht, dass auch wesentliche Ertragspositionen nicht im Forstwirtschaftsplan enthalten seien, so z. B. die Erträge aus den Jagdpachteinnahmen in Höhe von jährlich rund 50.000 Euro sowie Erlöse durch die Vermarktung von Ökopunkten.

Kein Ersatz für Haushaltsplanung

„Der Versuch der Grüne-Fraktion, den Forstwirtschaftsplan und das Produkt ‚Gemeindewald‘ im Haushaltsplan übereinanderzulegen, ist insofern nicht verständlich, da diese aufgrund des gefassten Gemeinderatsbeschlusses vom 27. Juni 2016 logischerweise nicht mehr in Einklang zu bringen sind. Die Angaben im Forstwirtschaftsplan dienen ausschließlich dazu, betriebliche Maßnahmen im Gemeindewald zu planen.

Der Forstwirtschaftsplan ist kein Ersatz für eine produktorientierte Haushaltsplanung und ist daher kein Instrument, um die Wirtschaftlichkeit nach haushaltsrechtlichen Gesichtspunkten beurteilen zu können. Neben dem Auszug des Jahresergebnisses 2016 für das Produkt Gemeindewald, das im Ergebnis ein Überschuss in Höhe von rund 53.000 Euro aufweist, hat der Gemeindeförster gegenüber dem Fachausschuss zu den für die Forstwirtschaft maßgeblichen Positionen (Holzeinschlag, Holzerlöse, Wegebau) ausführlich Stellung genommen“, erläutert die Roetgener Verwaltung weiterhin.

Hinsichtlich der Wegebauplanungen richte sich die Forstverwaltung nach dem im Forsteinrichtungswerk verankerten Blockmodell, wonach die Wege vor allem nach entsprechenden Rücke- und Holzabfuhrmaßnahmen zu sanieren seien. Auch der im Jahr 2018 zu sanierende Weg unterliege diesen Vorgaben. Der Gemeinderat habe das Forsteinrichtungswerk vor nicht allzu langer Zeit mehrheitlich beschlossen, heißt es abschließend.

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