Roetgen: Gemeindeförster sattelt um: Mit E-Bike in den Bestand

Roetgen: Gemeindeförster sattelt um: Mit E-Bike in den Bestand

„Die ersten Reaktionen der Waldbesucher waren sehr positiv; die Menschen waren viel freundlicher“, sagt Wolfgang Klubert. Nun hat der Roetgener Gemeindeförster nicht etwa sein Verhalten verändert, sondern nur sein Dienstfahrzeug. Der Forstbedienstete hat auf ein geländetaugliches E-Bike umgesattelt, das nun bei der täglichen Arbeit im Bestand zum Einsatz kommt. Die Anregung dazu kam von ihm selbst.

„Die Wahrnehmung vom Fahrrad aus ist viel größer. Man sieht einfach mehr“, berichtet Klubert über erste praktische Erfahrungen im Gemeindewald. Das schicke, schwarze E-Bike wird zwar den Diesel-Pickup als Dienst-Fahrzeug nicht ganz ersetzen können, aber 15 bis 20 Prozent der Fahrten sollen wegfallen und künftig auf zwei Rädern absolviert werden.

Das spart jährlich 250 Liter Diesel. 5000 Kilometer sind Klubert und sein Team pro Jahr auf Waldwegen unterwegs. Und wenn der Pickup in spätestens zwei Jahren ausgedient hat, dann hofft der Gemeindeförster, dass der Wagen durch ein Hybrid-Fahrzeug ersetzt wird.

Kommune als Vorbild

Für Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss ist die Anschaffung des E-Bikes ein weiteres Element der Elektromobilitäts-Praxis der Gemeinde. Dem Rathaus stehen bereits ein Elektroauto und ein Fahrrad zur Verfügung. Beides erfreue sich hoher Beliebtheit. „Bei der Elektromobilität müssen wir als Kommune eine Vorbildfunktion einnehmen“, sagt Klauss weiter.

Die Anschaffung des 2700 Euro teuren E-Bikes wurde vom regionalen Energieversorger innogy unterstützt. Gemeinsam mit den Kommunen sei man bestrebt, „Maßnahmen zur Energieeffizienz“ umzusetzen, sagte die Kommunalbetreuerin Sarah Thießen bei der Übergabe des Dienstfahrrades.

Eine feste Tour mit seinem neuen Dienst-E-Bike hat sich bei Wolfgang Klubert bereits eingespielt. Von seinem Wohnhaus in Lammersdorf kann er gleich auf den Vennbahnradweg abbiegen und so ist er in nur 15 Minuten in seinem Roetgener Revier. „Wenn ich mit dem Auto die Straße nutze, dann dauert es häufig länger“, hat er festgestellt.

(P. St.)