Simmerath/Rurberg: Gemeinde Simmerath zeichnet 13 Ehrenamtler aus

Simmerath/Rurberg: Gemeinde Simmerath zeichnet 13 Ehrenamtler aus

Um das ehrenamtliche Engagement zum Wohl der Allgemeinheit braucht man sich in Simmerath offensichtlich auch weiterhin keine Sorgen zu machen, wie nun abermals beim „Tag des Ehrenamtes“ im Rurberger Antoniushof anhand der vielen Auszeichnungen deutlich wurde.

Neben der Verleihung des Ehrenpreises des Bürgermeisters und den Ehrungen für herausragende Leistungen stand dort als weiterer Höhepunkt noch die Ehrung verdienter Personen aus den einzelnen Orten an. Hierzu durften von den Gremien der Ortschaften aus Simmerath und Lammersdorf aufgrund ihrer Einwohnerzahl jeweils zwei Personen genannt werden. Die ansonsten eher im Hintergrund tätigen Ehrenamtler traten auf der Bühne des Antoniushofes vor einer breiten Öffentlichkeit ins Rampenlicht und wurden im Rahmen einer ansprechenden Zeremonie für ihre Leistungen gewürdigt. In der Pause lockerte die Showtanzgruppe der Kiescheflitscher den Simmerather Festakt durch eine flotte Tanzeinlage auf.

Ansonsten bestimmten die Ehrenamtler jedoch das Bild auf der Bühne, wobei der Reigen der Ehrungen von Rollesbroichs Ortsvorsteher Marc Topp eröffnet wurde. Er stellte Anton Heck vor, den er als wesentliche Säule im Ort bezeichnete. Heck ist seit jeweils einem Vierteljahrhundert Mitglied beim SV Roland und Musikverein Harmonie, gehört seit zehn Jahren den Klev Botze an, war 2003 Karnevalsprinz und packt laut Topp bei allen Festivitäten mit an. „Da ist er stets der Erste und Letzte“. Ortsvorsteher Christoph Poschen (Einruhr/Erkensruhr) stellte Klaus Hüpgen (77) als „echten Ruscher“ vor, der Vieles initiiert habe. Hierzu gehörten sein Engagement bei der Wasserversorgungsgenossenschaft Einruhr, der Ortsgruppe des DLRG und „seit 45 Jahren widmet er sich dem Heilsteinwasser“. Neben seiner Aktivität beim Eifelverein hat Hüpgen zudem an der Dorfchronik mit gearbeitet. Aus einer anderen Höhenlage betrat hiernach der nächste Kandidat die Bühne. Alois Kell (80) aus Eicherscheid wurde von Ortsvorsteher Günter Scheidt als qualifizierter Jugendtrainer vorgestellt, der die Jugendabteilung der Rhenania aufgebaut habe. „Er hat vielen Jugendlichen das Fußballspielen beigebracht und kümmerte sich später bei den Alten Herren um Alles, was es zu regeln gab“, hielt Scheidt fest.

Aus Woffelsbach hatte Ortsvorsteher Gerhard Schmitz mit Inge König (67) eine Ehrenpreisträgerin im Gepäck, die Hilfs- und Pflegebedürftigen zur Seite stand. „Ihre hingabungslose Art ist einfach bewundernswert“, stellte Schmitz zu König fest, die in allen Ortsvereinen in Rurberg und Woffelsbach aktiv ist und sich auch um die Kapelle im Weidenbachtal verdient machte. Hiernach waren die Lammersdorfer an der Reihe, deren Kandidaten Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein vorstellte. „Mister Feuerwehr“ Josef (Juppi) Läufern hat mit seiner 40-jährigen Zugehörigkeit zur Wehr sicher Feuerwehrgeschichte geschrieben. Daneben ist er seit Kindertagen im Karneval aktiv, wo er bei zahlreichen Bühnenauftritten glänzte. Hammelsteins Zusammenfassung: „Hilfsbereit, locker und immer klar heraus“. Manfred (Manni) Wilden, „Mister TuS“ hat gleichfalls das Lammersdorfer Dorfleben mitgeprägt. Der „beidfüßige“ Trainer des C-Ligisten, der mit den Alten Herren 17 Mal Gemeindepokalsieger wurde, ist nebenbei gleichfalls im Karneval aktiv, wo er fünf Mal im Elferrat stand. Christof Hilger, Ortskartellvorsitzender aus Steckenborn, hielt hiernach die Laudatio auf Helga Löhr, die fast 40 Jahre mit viel Arbeit und Engagement die Entwicklung des SC Komet mit prägte. Sie rief dort das Kinderturnen ins Leben und ist seit 1988 Leiterin der Turnfrauen. Die Ehefrau des Ortsvorstehers habe sich laut Hilger bei ihrem ganzen Wirken dabei nie in den Vordergrund gedrängt. Der neuen Ortsvorsteherin aus Strauch, Maren Franz, kam die Ehre zuteil, ihren Vorgänger im Amt, Bruno Löhrer, dem Publikum vorzustellen. Keine leichte Aufgabe, da dies sicher dem Versuch gleichkam, Eulen nach Athen zu tragen; so vielfältig sind die Verdienste Löhrers um seine Ortschaft Strauch. Löhrer engagierte sich 26 Jahre im Gemeinderat und wurde dafür geschätzt, das er stets Klartext redete. Aus dem Ortskartell Dedenborn war Josef Löhrer vorgeschlagen worden, der über 40 Jahre im Sportverein und Ortskartell tätig war.

Laut Ortsvorsteher Helmut Kaulard machte sich Löhrer aber vor allem durch seine Geschichts- und Ahnenforschung verdient. Aus Rurberg hatten Ortskartellvorsitzender Bruno Nellessen und Ortsvorsteher Sander Lutterbach, einen weit bekannten „Eefelbuer“ mit gebracht. Christoph Nellessen ist nicht nur als Büttenredner bekannt, sondern war auch stets bei allen Baumaßnahmen im Ort dabei. Beim Neubau des Antoniushofes wirkte er an vorderster Stelle mit, so dass er an diesem Abend verdienter Ehrenamtsträger wurde. Mit den Brüdern Alfons und Siegfried Nießen präsentierte Simmeraths Ortsvorsteher Stefan Haas zwei Kandidaten, „die in der ehrenamtlichen Arbeit unzertrennlich sind“. Ihr jahrzehntelanges Wirken im Kameradschaftlichen Verein, der Hansa Gemeinschaft und dem Eifelverein zeichnet die Brüder aus. Ulrich Offermann oblag es dann die Schluss-Laudatio für den Kesternicher zu Ehrenden zu halten. Er schlug Georg Stollenwerk (69) als Ehrenamtskandidaten vor, der bereits in jungen Jahren der Feuerwehr beitrat und 2002 Ortskartellvorsitzender wurde. „Daneben ist die Grillhütte seine Leidenschaft“, hielt Offermann zu Stollenwerk fest, der seit 50 Jahren für Kesternich im Einsatz war.

(ani)