Aachen: Gedenkstätte an der Unfallstelle muss verlegt werden

Aachen: Gedenkstätte an der Unfallstelle muss verlegt werden

Die Sicherheit hat Priorität: An der Stelle, an der in der Nacht von Freitag auf Samstag fünf Menschen bei einem schweren Verkehrsunfall starben, sollen nicht noch weitere Personen zu Schaden kommen.

Deshalb haben Polizei und Stadt am Dienstag beschlossen, die Gedenkstätte in der Kurve auf der Trierer Straße kurz hinter dem Brander Ortsausgang zu verlegen. Die Kerzen, Blumen, Fotos und Stofftiere, die Freunde, Bekannte und Verwandte in den vergangenen Tagen dort niedergelegt haben, sollen nun auf der anderen Straßenseite an die Opfer erinnern. Dort ist mehr Platz für die vielen Menschen, die immer noch zur Unfallstelle kommen.

Immer wieder hatte es in den vergangenen Tagen vor allem im Dunkeln gefährliche Situationen an der Unfallstelle gegeben, weil zu viele Fußgänger auf dem schmalen Grasstreifen zwischen Leitplanke und Fahrbahn unterwegs waren. „Wir bitten die Trauernden, das nicht falsch zu verstehen, denn wir wollen nur verhindern, dass dort noch ein Unfall passiert”, erklärte Polizeisprecher Paul Kemen.

Die Verkehrskommission, die am Dienstag die Unfallstelle besuchte, will vor ihrer Entscheidung erst das Unfallgutachten abwarten. Dem Vernehmen nach tendiert man aber dahin, die ursprüngliche Tempo-70-Regelung dort beizubehalten. Ob künftig auch eine Radarfalle für mehr Sicherheit sorgen wird, ist aber noch unklar.