Gedenken am Volkstrauertag in Simmerath

Hoffnung auf Frieden : Gedenken am Volkstrauertag in Simmerath

Anlässlich des Volkstrauertages, an dem der Toten und Vermissten der beiden Weltkriege gedacht wird, fand in der Pfarrkirche in Simmerath ein ökumenischer Gottesdienst statt, den Pfarrer Volker Böhm und Gemeindereferent Sven Riehn zelebrierten.

. Volker Böhm sprach darüber, dass es am Volkstrauertag vor allem darum gehe, zu fragen, was wir bereits zum Frieden beitragen und noch beitragen können. Jedoch verliere der Volkstrauertag bei großen Teilen der Bevölkerung immer mehr an Bedeutung. „Für die meisten Menschen ist es nur noch ein ganz normaler Sonntag“, kritisiert Sven Riehn. Die Gefahr des Vergessens bestehe, da nur noch wenige authentisch von den Zeiten des Krieges erzählen können. „Heutzutage geht es darum, den Frieden und die Freiheit zu erhalten, und jeder kann seinen Teil dazu beitragen“, sagt der Gemeindereferent.

Im Anschluss an den Gottesdienst ging eine kleine Prozession, angeführt vom Trommler- und Pfeiferkorps und den Musikern der Hansa-Blasmusik, in Richtung des Kriegerdenkmals.

Apell für Friedenssuche

Dort begrüßte der Vorsitzende des Ortskartells Simmerath, Erwin Finken, die Anwesenden und sprach die Unsicherheit in der Welt an. „Suche Frieden“, lautete das Motto des 101. Katholikentags dieses Jahr in Münster. Erwin Finken appellierte an die Menschen mit dem Gedicht „Lasst uns gemeinsam den Frieden suchen“. Für ihn war es das 40. Jahr, in dem er diese Feier begleiten durfte, und er bedankte sich für die jahrelange Treue und Unterstützung der Anwesenden.

Die Kinder der katholischen Grundschule Simmerath trugen mit ihren Fürbitten ebenfalls zur Gedenkfeier bei. Anschließend sprach der Ortsvorsteher der Gemeinde Simmerath, Stefan Haas, in seiner Rede das notwendige Verhindern eines weiteren grausamen Krieges an, damit sich die Geschichte des letzten Jahrhunderts nicht wiederhole. Man solle schon mit Frieden im kleinen Kreis beginnen, damit die Hoffnung auf Frieden in der Welt erfüllt werden kann.

Nach der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal und dem Erklingen der deutschen Nationalhymne bedankte sich Erwin Finken bei allen, die an der Gedenkfeier teilgenommen hatten.

(nk)