Gebühren für das Jahr 2019 in der Gemeinde Roetgen

Im Jahr 2019 : Höhere Abfallgebühren und geringere Friedhofsgebühren

Die Roetgener Bürger müssen im kommenden Jahr mit steigenden Abfallgebühren rechnen. Gleichzeitig können sie sich auf sinkende Straßenreinigungs- und Friedhofsgebühren einstellen.

Außerdem will die Gemeinde an einigen Straßen die Winterwartung der Gehwege übernehmen, dafür wird aber eine neue Gebühr fällig. Darüber hat der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss in seiner jüngsten Sitzung diskutiert und Empfehlungen an den Gemeinderat beschlossen.

Demnach soll die Jahresgebühr für die zweiwöchentliche Leerung der 60-Liter-Abfalltonne von 139,08 Euro auf 155,16 Euro steigen, bei einer vierwöchentlichen Leerung von 90,24 Euro auf 102,72 Euro. Für die zweiwöchentliche Leerung einer 80-Liter-Tonne werden künftig 201,72 Euro (bisher 181,08 Euro) fällig, bei einer vierwöchentlichen Leerung 131,76 Euro (bisher 116,04 Euro). Für die Abfuhr der 120-Liter-Biotonne werden künftig jährlich 45 Euro berechnet (bisher 42 Euro). Die Gebühr für einen Abfallsack steigt von 5 Euro auf 5,80 Euro, die Gebühr für einen Laubsack von 2 Euro auf 2,30 Euro.

Die Gebühren für die Sommerreinigung der Straßen sollen unverändert bleiben, während die Winterreinigung günstiger werden soll. Bei Anliegerstraßen sinkt die Gebühr von 1,66 Euro pro Meter Straßenfront des Grundstücks auf 1,56 Euro, bei innerörtlichen Straßen von 1,49 Euro auf 1,40 Euro, bei überörtlichen Straßen von 1,33 Euro auf 1,24 Euro.

Außerdem will die Gemeinde Roetgen ab dem kommenden Jahr zunächst probeweise die gemeindliche Winterwartung der Gehwege (beidseitig) auf folgenden Streckenabschnitten übernehmen: Bundesstraße ab „Vennhof“ (Faulenbruchstraße/Pilgerbornstraße) bis Gewerbegebiet, Hauptstraße ab Ampel bis Einmündung Brandstraße, Jennepeterstraße, Rosentalstraße und Lammerskreuzstraße.

Für diese Streckenabschnitte entfällt somit ab dem 1. Januar 2019 zunächst die Verpflichtung der anliegenden Grundstückseigentümer, die Räumung und Streuung des Gehweges vorzunehmen. Für Straßen, die dem innerörtlichem Verkehr dienen (Jennepeterstraße und Lammerskreuzstraße) wird dafür eine Gebühr von 1,24 Euro pro Meter festgesetzt, bei Straßen mit überörtlichem Verkehr (Beispiel Bundesstraße, Hauptstraße, Rosentalstraße) wird die Gebühr 1,10 Euro betragen.

Die Friedhofsgebühren sollen in nahezu allen Fällen sinken, lediglich die Gebühren für ein Reihengrab für Verstorbene bis zu fünf Jahren wird wohl wie bisher bei 540,00 Euro liegen. Eine weitere Ausnahme sind die Kosten für die Grabanfertigung und für die Bestattung, die geringfügig teurer werden sollen. Für die Anfertigung eines Reihengrabs werden beispielsweise künftig 813 Euro statt 782 Euro erhoben, für eine Urnenbestattung 263 Euro statt 260 Euro.

Die Kosten für die Nutzungsrechte an einem Reihengrab nach dem vollendeten fünften Lebensjahr sinken hingegen von 1611 Euro auf 1571 Euro, bei einem Reihengrab auf Rasenfläche von 2039 Euro auf 1866 Euro. Die Gebühr für die Nutzung eines Urnenreihengrabs soll von 967 Euro auf 823 Euro sinken, für ein Urnenreihengrab auf Rasenfläche von 1217 Euro auf 1075 Euro und für ein anonymes Urnenreihengrab von 1181 Euro auf 1019 Euro.

(ag)