Kesternich: Für Umgehungsstraße: Kesternicher parken ihren Ort zu

Kesternich: Für Umgehungsstraße: Kesternicher parken ihren Ort zu

Die „Aktion pro Umgehungsstraße Kesternich” und die Anwohner der Straucher- und der Bundesstraße wollen am Wochenende ein Zeichen setzen, wenn sich mit großer Wahrscheinlichkeit wieder Massen von Touristen mit ihren Autos Richtung Nationalpark wälzen.

Es hat etwas von dem allseits bekannten kleinen gallischen Dorf, das sich gegen die Übermacht auflehnt. Nicht gegen die Römer, sondern gegen das Bundesverkehrsministerium und jede Menge niederrangigere Behörden: Am Samstagnachmittag und am Wahlsonntag tagsüber wollen die Bewohner des Ortes in regelmäßigen Abständen auf beiden Seiten der Fahrbahn ihre Pkw am Straßenrand abstellen, selbstredend unter Beachtung der Straßenverkehrsordnung.

Täglich, so Christoph Keischgens von der „Aktion pro Umgehungsstraße Kesternich”, quälen sich 8000 Autos durch den kleinen Ort: „Das sind 7000 zu viel!” Deshalb müsse eine Umgehungsstraße her, für die mittlerweile, dem Nationalpark sei Dank, Geld in der Schatulle sei, nachdem man die Bürger 20 Jahre mit dem Verkehr alleingelassen habe. In die Pflicht nehmen wollen die Kesternicher deshalb am Wochenende und Politik und Administrationen erinnern, endlich Wort zuhalten.

Dass es zu größerem Staus kommen wird, davon geht Christoph Keischgens aus. Die Straßen seien eng, und selbst wenn man vorschriftsmäßig in regelmäßigen Abständen Autos am Straßenrand parke, „weiß ich nicht, bis wohin der Stau geht”. Die einzige Lösung des Problems sei eine Umgehungsstraße.

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