Monschau: Für die Nikoläuse gab es kein Halten mehr

Monschau: Für die Nikoläuse gab es kein Halten mehr

„Heut’ ist Nikolausabend da“, so klingt es bekanntlich am Nikolaustag aus vielen Kinderkehlen. Anders in Monschau: Da waren „Nikoläuse“ bereits am Sonntagvormittag unterwegs - und zwar überaus sportlich.

Überall in der Altstadt, mal laufend, mal gehend oder walkend, sah man rotgekleidete Männer und Frauen. Jeder hatte die freie Wahl, um beim 1. Fun-Nikolauslauf des Rotary Clubs Monschau-Nordeifel, ein bisschen Spaß zu haben.

Das war eine schöne vorweihnachtliche Bescherung, die sich die Rotarier ausgedacht hatten. Auf der 2,7-Kilometer-Strecke ging es über Holzmarkt, Kirchstraße und Stadtstraße direkt in Richtung Weihnachtsmarkt, die Besucher dort staunten nicht schlecht.

„Ein bisschen Spaß muss sein“, sagte Mitinitiatorin Jacqueline Huppertz und schwärmte von einer guten Sache mit wenig Aufwand. Die Idee für den Nikolauslauf hätten die Rotary-Partner aus dem niederländischen Woudrichem geliefert, die natürlich in Monschau auch stark vertreten waren. Dort gehen jedes Jahr rund 5000 Sinterklaase auf die Strecke. „Wir haben keine Starterliste, ergo keine genaue Kontrolle, wie viele Nikoläuse da sind, aber anhand des Kostümverkaufs kann ich sagen, die Resonanz ist gut, es hat geklappt.“ 300 Kostüme waren bestellt worden. Auf jeden Fall soll die Gaudi im nächsten Jahr wiederholt werden.

Am Start vor dem Rathaus leistete Hans Muff (Joachim Steffens) ganze Arbeit beim Warmup, um die Nikoläuse fit zu machen. Da hatten sich gar ein paar „Nikoläusinnen“ in Kostüme gewagt, aus den Niederlanden waren der „Sinterklaas“ und aus Belgien „Pere Noel“ zugegen, alle in einheitlichen Nikolauskostümen. Und jede Menge Schaulustige waren zugegen, denn dieses Spektakel hat Seltenheitswert.

Der soziale Hintergrund des Veranstalters sollte natürlich auch nicht zu kurz kommen. Der Rotary Club unterstützt mit dem Erlös dieses ersten Fun-Nikolauslaufes das in der Gründungsphase befindliche Kinderorchester Monschauer Land. Wer möchte da nicht gerne die Startgebühr entrichten, mit der man zugleich auch das Nikolauskostüm erwerben konnte.

Als zur Startaufstellung gebeten wurde und aus dem Lautsprecher die Band „Geier Sturzflug“ ihren Oldie „Ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt“ intonierte, da gab es kein Halten mehr. Als die Kuhglocke dreimal kräftig bimmelte, da dominierte Rot-Weiß, etwa 100 Teilnehmer (bis 13 Uhr gab es noch Nachzügler) jauchzten vor Freude. Und Jacqueline Huppertz (selbst im Kostüm) zeigte sich mit ihrem Team zufrieden. „Vielleicht mache ich im kommenden Jahr mit“, sagte sie lächelnd. „Man kann ja auch gehen.“