Höfen: Für den großen Hunger zwischendurch

Höfen: Für den großen Hunger zwischendurch

Es vergeht nicht viel Zeit nach dem Pausengong, da steht sie auch schon voll, die kleine Theke in der Pausenhalle der Heckenlandsschule in Höfen. Jeden Mittwoch wartet hier auf die Erst- bis Viertklässler in der ersten großen Pause ein ganz besonderer Leckerbissen.

Gemeinsam mit Kindern des dritten und vierten Schuljahres bietet Mutter Andrea Lenzen Woche für Woche für alle Kinder ein gesundes und leckeres Frühstück gegen kleines Geld zum Kauf an.

Eine Stunde, ehe der Sturm aufs Büffet einsetzt, herrscht reges Treiben in der Schulküche im Keller. In Dreier- oder Vierergruppen schnippeln die Kinder fleißig Gemüse, schmieren Brote und stellen leckeres Müsli mit frischem Obst zusammen. Ist alles bereitet, trägt die ganze Mannschaft die gefüllten Teller und Schälchen in die Pausenhalle, richtet dort ansprechend alles an und wartet auf die Kundschaft. „Der Verkauf erfolgt zum Selbstkostenpreis, wir wollen keinen Gewinn machen”, erläutert Schulleiterin Sabine Hammerschmidt.

Schale Rohkost für 30 Cent

Und so gibt es die Schale Rohkost für nur 30 Cent, ein Brot mit Wurst oder Käse für rund 50 Cent und ein leckeres Stück Bananenkuchen für 70 Cent. Das „süße Extra” hat Andrea Lenzen gebacken, sie kocht und backt leidenschaftlich gerne und betreut die Frühstücksgruppe seit Beginn dieses Schuljahres. „Das macht großen Spaß, und die Kinder sind wirklich eine große Hilfe”, freut sich die Höfener Mutter über ihre Truppe.

Die Frühstücksgruppe ist Teil des „Aachener Modells” an der Heckenlandschule, bei dem im Rahmen des Unterrichts die Kinder auf verschiedene Art und Weise kreative Fähigkeiten einbringen können. Musik, Malen oder Lesen gehört dazu, und 15 Kinder haben sich für Hauswirtschaft und das gesunde Frühstück entschieden. „Dazu gehört alles vom Zubereiten über den Verkauf bis zum Aufräumen”, erläutert Andrea Lenzen. Nur den Einkauf und die Abrechnung erledigt die engagierte Mutter selbst. „Und wenn doch einmal Geld übrig bleibt, landet es beim Förderverein der Schule”, berichtet sie.

„Meistens ist nach der Pause alles verkauft”, erzählt Schülerin Mona Lenzen. Am Donnerstag aber war etwas weniger Kundschaft da, weil das vierte Schuljahr auf Klassenfahrt ist. „Das macht nichts”, sagt der kleine Tobias Küpper aus Widdau und greift in die appetitliche Auslage: „Dann essen wir es eben selbst ...”

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