Roetgen: Fünfte „Tihange-Aus“-Säule steht vor Roetgener Rathaus

Roetgen: Fünfte „Tihange-Aus“-Säule steht vor Roetgener Rathaus

„Es ist ein Ausdruck der Hilflosigkeit und doch bewundernswert, wie viele Menschen sich an diesem symbolischen Protest beteiligen.“ Jorma Klauss ist froh, dass auch vor dem Roetgener Rathaus gegen Tihange protestiert werden kann. An der interaktiven Säule, die fünfte ihrer Art, können die Bürger das belgische Atomkraftwerk abschalten.

40.000 Mal ist am Simmerather Kraremann-Denkmal bereits symbolisch das Atomkraftwerk abgeschaltet worden, vor der Mayerschen Buchhandlung in Aachen sogar 120.000 Mal. Auch vor dem Medienhaus Weiss in Imgenbroich wurde eine Tihange-Aus-Säule errichtet, ebenso am Herzogenrather Rathaus. Seit drei Tagen steht die Säule in Roetgen, und bis Montagmittag wurden bereits 2335 Aktionen gezählt.

„Als Grenzort wollen auch wir ein deutliches Zeichen setzen gegen die Gefahr, die von dem maroden Atommeiler ausgeht“, unterstreicht Roetgens Bürgermeister Klauss, der das Engagement von Städteregionsrat Helmut Etschenberg lobt.

Finanziert von einem anonymen Spender — die Kosten betragen 2000 Euro — wurde die Säule am Freitag am Roetgener Rathaus aufgestellt. Ein Zählwerk registriert jede „Abschaltung“ — jedes symbolische Aus wird wöchentlich der belgischen Regierung mitgeteilt.

„Die Menschen entscheiden sich bewusst zum Protest und bringen damit ihre Sorgen zum Ausdruck“, weiß Lars Harmens, einer der Initiatioren von „Tihange Aus“.

Vier weitere Säulen werden in den nächsten Wochen in der Städteregion Aachen aufgestellt.

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