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Höfen: Frohe Lieder in der Sängerklause

Höfen : Frohe Lieder in der Sängerklause

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Vereinshalle in Höfen, und das war doch wohl Beweis für ein großes Interesse der Bürger in den sieben Orten der Stadt Monschau an Musik und Gesang, vorgetragen von den Kirchenchören der Pfarrgemeinden.

Und die Musikliebhaber wurden beim Dekanatssingen 2004 wahrlich verwöhnt: Sei es durch die gut vorgetragenen Stücke, wobei man spüren konnte, dass viele Stunden des Einstudierens nötig waren, um das Repertoire so mitreißend einem Fachpublikum zu präsentieren. Oder war es der so schön hergerichtete Saal der Vereinshalle in Höfen, der die Einstimmung auf das Geschehen sehr harmonisch formte.

Herbstlandschaft auf der Bühne

In eine Herbstlandschaft hatte Künstler Rainer Jakobs die erweiterte Bühne in der Halle verwandelt, und vor diesem Bild die Terrasse einer Sängerklause eingerichtet. Diese Arbeit nahm eine ganze Woche seiner Freizeit in Anspruch. Ein lang anhaltender Beifall der Anwesenden war sein verdienter Lohn.

An den Tischen der „Sängerklause” hatten die Chormitglieder des gastgebenden gemischten Chores St. Cäcilia aus Höfen es sich recht gemütlich gemacht und empfingen ihre Sangesfreunde aus den Nachbargemeinden jeweils mit einem auf den betreffenden Ort abgestimmten, humorvollen Lied zu ihrem Auftritt auf der Bühne.

Mehr als 100 Sänger

Zu Beginn ihres Dekanatstreffens trafen sich alle Chöre zum Gottesdienst in der Höfener St. Michael-Kirche. Die Abendmesse wurde durch die weit über 100 Sängerinnen und Sänger mitgestaltet. Nach der Einstimmung „Ich bete an die Macht der Liebe”, gesungen vom Chor aus Mützenich, konnten anschließend alle Chöre mit ihren Beiträgen gefallen. Die Abendmesse wurde mit einem eindrucksvollen Schlusslied beendet, bei dem alle gemischten Chöre mit einem vierstimmigen Satz gemeinsam den Gesang der Gläubigen zum Lied „Großer Gott wir loben Dich” untermalten.

Der erste Vorsitzende des St. Cäcilien-Chores Höfen, Franz Roder, begrüßte die Gäste aus den sieben Stadtteilen und Ehrengäste aus dem Klerus und der Politik. Der Einladung gefolgt waren auch der Dechant des Dekanates Monschau, Caspar Seeger, Ortspfarrer Karl Schnitzler und Bürgermeister Theo Steinröx.

Der Chor aus Höfen begann den Liederreigen mit einer Volksweise. Die Sängerinnen und Sänger aus Mützenich folgten mit „Nun leb wohl du kleine Gasse” und einem Rurlied von Kaspar Kollmann. „Leise erklingt eine Melodie” und Musik aus der Schlagerwelt wie „Bist Du einsam heut Nacht” sang der Chor aus Imgenbroich.

Schlager und Klassik

Aus den Liedern und der Musik von Franz von Suppé hatte sich der Kalterherberger Chor ein Medley zusammengestellt. Mit ihrem Dirigenten und Chorleiter Heinrich Offele als Solisten präsentierten sie dem Publikum mit „Willkommen liebe Gäste” eine kleine Operette. Der Rohrener Chor bewies den Zuhörern mit „Musik hat tausend Farben”, wie bunt die Welt der schönen Klänge doch ist. Das Lied „Ein jeder Tag” beschloss den ersten Teil des Programms.

Ebenfalls ins Reich der Operette führte der Chor aus Konzen im zweiten Abschnitt. Mit Auszügen aus „Die Maske in Blau”, animierte der Männerchor die Musikfreunde zum Mitsingen. Der Chor aus der Altstadt wusste mit „Puppet on a String” zu gefallen, dieser Schlager wurde in englischer Sprache präsentiert. Der Ungarische Tanz Nr. 5”, von Brahms und „Lebe, liebe, lache” von Pappert beendeten die Einzelvorträge.

Zum Abschluss des gelungenen Liederabends sangen die Chöre aus Kalterherberg und Höfen gemeinsam das „Capriccio” von Tschaikowsky/Ophoven.

Nachwuchssorgen

Gesprächsthema unter den Sängerinnen und Sängern aller sieben Chöre war auch am Samstag die mangelnde Bereitschaft junger Menschen, in den Chören mitzusingen. An der Nachwuchsfrage würden sicherlich in den kommenden Jahren viele Chöre scheitern, fürchten nicht wenige.

Der Höfener Chor-Vorsitzender Franz Roder dankte in einem Schlusswort allen, die zum Gelingen des Liederabends beigetragen hätten, besonders Reiner Jakobs und dem Thekenpersonal.