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Simmerath: Frischwasser und Kanalgebühr sollen jetzt zeitnah abgerechnet werden

Simmerath : Frischwasser und Kanalgebühr sollen jetzt zeitnah abgerechnet werden

Die durch das RWE erstellte Wasserrechnung und die von der Gemeinde Simmerath erhobene Kanalbenutzungsgebühr auf der Grundlage des Frischwasserverbrauchs sind zwei verschiedene Dinge.

In der Regel liegt ein Jahr zwischen beiden Rechnungen, da die aktuelle Kanalgebühr auf dem Frischwasserbezug des vorigen Jahres basiert. Das soll sich ändern.

Die bisherige Veranlagungspraxis sieht so aus, dass die Verwaltung ihre Berechnungen auf der Grundlage zurückliegender Jahre vornimmt, nachdem das RWE die Daten zur Verfügung gestellt hat und diese von der Gemeindeverwaltung für die Jahresbescheide ausgewertet werden. Diese Praxis führt naturgemäß zu Differenzen mit dem aktuellen und tatsächlichen Jahresverbrauch und stößt auch immer häufiger auf Unverständnis bei den Abgabepflichtigen (z.B. bei Änderungen von Mietverhältnissen).

Mit diesem Ärger soll bald Schluss sein, denn als „Erfüllungsgehilfe” soll das RWE künftig mit der Erstellung der Wasserrechnung auch die Kanalbenutzungsgebühren festsetzen.

Der Simmerather Hauptausschuss stimmte jetzt (bei drei Gegenstimmen) einer damit verbundenen Satzungsänderung zu, sieht man in einem zeitnahen Abrechnungsverfahren einen Service für die Bürger, da nunmehr eine echte Spitzenabrechnung erfolgen kann.

Ein gleich lautendes Angebot hat das RWE auch den Nachbarkommunen Monschau, Roetgen und Hürtgenwald unterbreitet.

Der Gemeinde Simmerath entstehen durch die Übertragung der Aufgaben an das RWE Kosten in Höhe von knapp 14.000 Euro. Diese Kosten wirken sich aber nicht auf die Gebühren aus, da dieser Betrag bisher in etwa gleicher Höhe als Verwaltungskostenanteil für die Bearbeitung der Wasserverbrauchsdaten anfiel. Der Sachbearbeiter investierte 20 Prozent seiner Arbeitszeit in diese Aufgabe. Dieser Anteil entfällt zukünftig.