Simmerath: Freiwillige Feuerwehr Simmerath: Ein Vorbild wird Ehrenmitglied

Simmerath : Freiwillige Feuerwehr Simmerath: Ein Vorbild wird Ehrenmitglied

Überall in unseren Gemeinden leisten Feuerwehrmänner und -frauen einen unentbehrlichen Dienst. Beim 97. Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Simmerath wurden am Sonntag die Einsätze, die Aktivitäten und Fortbildungen hervorgehoben, die einerseits dem Schutz der Bevölkerung dienen und andererseits die Kameradschaft und den Gemeinsinn fördern.

Beim Frühschoppen im Saal Wilden begrüßte der erste Vorsitzende des Fördervereins, Marko Hoch, viele Uniformierte. Er hielt einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2017 und nahm die Ehrungen besonders treuer Mitglieder vor: Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Werner Gerhards und Rolf Hoch geehrt, für 25-jährige aktive Mitgliedschaft wurden Bettina Palm, Wolfgang Frings, Roland Wilden und Marko Hoch geehrt.

Seit 40 Jahren sind Susanne Braun, Andrea Wilden, Ernst Gruhn und Robert Schröder in der Feuerwehr; aktiv sind seit 40 Jahren Frank Nießen, Udo Offermann, Harald Schröder und Franz Zilligen. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Kurt Stollenwerk geehrt. Vier Männer sind schon seit 60 Jahren Mitglied der Feuerwehr: Siegfried Nießen, Egon Offermann, Alfred Schmidt und Günther Hermanns. Herbert Gerards, der gar für 75-jährige Mitgliedschaft geehrt werden sollte, konnte nicht anwesend sein.

Claudia Hermanns, die für die Theatergruppe, eine Unterabteilung der Feuerwehr, sprach, konnte mit ganz frischen Eindrücken aufwarten: Am Vorabend war im Saal Wilden die Premiere des Stückes „Kurhotel Waldfrieden“ geglückt. Sie wies darauf hin, dass es am 12. und 13. Januar weitere Vorstellungen geben wird, und zwar jeweils ab 20 Uhr. Die letzte Vorstellung wird dann am nächsten Sonntag, 14. Januar, ab 19 Uhr über die Bühne gehen.

Aus der Ehrenabteilung berichtete Erich Heinen. Die zentralen Aufgaben dieser Abteilung liegen in „Aktivitäten zur Erhaltung und Förderung der Kameradschaft“ und in der „Betreuung von Lebenspartnerinnen verstorbener Mitglieder“. Im vergangenen Jahr wurden unter diesem Aspekt 23 Treffen veranstaltet, die den Beteiligten viel Freude machten.

Werbung für Jugendabteilung

Aus der Jugendabteilung, die durch reges Interesse und gute Stimmung auf sich aufmerksam macht, berichtete Stefan Fischer in Vertretung von Andreas Graff. Der Feuerwehrnachwuchs hatte eifrig bei Übungen mitgemacht, sich in Simmerath bei Festen engagiert und schöne Ausflüge unternommen. Es gab Urkunden für bestandene Prüfungen, 16 Absolventen hatten die „Jugendflamme 1“ bestanden; vier Simmerather Teilnehmer der „Jugendflamme 2“ bildeten im Herbst das beste Team und erhielten den Hubert-Kaldenbach-Gedächtnispokal, den sie noch einmal stolz unter dem Applaus aller Anwesenden in die Höhe hielten.

Die Vier — Max Krieger, Lukas Lammering, Simon Mohren und Robin Offermann — haben außerdem nach gründlicher Vorbereitung den höchsten Wettbewerb im Jugendfeuerwehrbereich, die „Leistungsspange“ erfolgreich absolviert. Für die Jugendfeuerwehr darf man kräftig Werbung machen. „Jeder von euch kennt bestimmt einen Jugendlichen im Alter von zehn bis 17 Jahren, egal ob Junge oder Mädchen, der oder die auf der Suche nach einer sinnvollen und erlebnisreichen Freizeitbeschäftigung ist“, meinte Stefan Fischer und forderte alle auf, auf die Jugendarbeit der Feuerwehr hinzuweisen.

Der Korpsführer des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Simmerath, Sascha Hermanns, hielt Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr mit 46 Proben und 15 Auftritten. Mehrfach wurde der Spielmannszug für sein exzellentes Auftreten gut bewertet. Vom 8. bis 10. Juni wird er das Verbandsfest der Vereinigten Spielmannszüge in Simmerath ausrichten, eine Herausforderung, die nur mit Unterstützung aller aktiven Mitglieder zu bewältigen sein wird.

Der Löschgruppenführer, Dirk Pier, hatte auf acht Seiten seinen Bericht über Einsätze, Übungen und Aktivitäten aufgeschrieben. Der Löschgruppe gehören 34 Männer und drei Frauen an. 15 Mal hatte die Feuerwehr im vergangenen Jahr einen Brand löschen müssen, elf Mal wurde sie von Brandmeldeanlagen gerufen, 34 technische Hilfen waren nötig.

Viele Zeugnisse für Aus- und Fortbildung händigte Dirk Pier aus; zur Feuerwehrfrau wurde Janine Keitner befördert, zu Feuerwehrmännern Timo Schalloer, Kevin Strauch, Tom Mohren und Andreas Finken. Claudia Hermanns wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert. Da nun eine Neufassung der „Laufbahnverordnung“ vorliege, dürfen die engagierten Löschgruppenmitglieder Herbert Pelzer und Dietmar Wilden über das 60. Lebensjahr hinaus weiter mitmachen. „Somit können wir noch länger vom guten Mix von Jung und Alt zehren und uns gegenseitig Neues beibringen und Bewährtes weitergeben“, sagte Dirk Pier.

Zum Schluss ernannte er im Auftrag des Fördervereins Werner Graff zum Ehrenmitglied. Der 58-Jährige ist seit 42 Jahren aktiv in der Feuerwehrarbeit; er war 14 Jahre lang Löschgruppenführer und ist auch „auf der Rückbank“ ein verlässlicher Kamerad. Mit Ideenreichtum und Diplomatie weiß er, wie man Spenden akquiriert und die Ausstattung optimiert. Dirk Pier nannte ihn „ein Vorbild im Dienste der Feuerwehr“.

(ale)