Konzen: Freies Spielen und Bewegung

Konzen : Freies Spielen und Bewegung

„Alles ist freiwillig“, „die Kinder sollen sich wohlfühlen“, „solche Tage sind schon stramm“ — das sind die Intentionen und Eindrücke von Marita Delvenne, Sozialpädagogin und Leiterin der Ferienfreizeit Monschau.

In der ersten bis dritten Ferienwoche bietet der Förderverein Ferienfreizeit Monschau e.V. eine Ganztagsbetreuung für Kinder aus der ersten bis vierten Klasse, sowie für Kinder, die nach den Sommerferien eingeschult werden, an. Seit 2011 leitet Marita Delvenne die Ferienspiele schon.

Am Sportplatz in Konzen, sowie im anliegenden Sportheim, das der TV Konzen alljährlich kostenfrei zur Verfügung stellt, treffen sich über drei Wochen verteilt 60 Kinder und durchleben ein vielseitiges Programm. Von Ausflügen zur Rur oder dem Belgenbachtal, bis hin zum Bubenheimer Spieleland, oder einem Nachmittag am Sportplatz — „im Vordergrund steht freies Spielen, Bewegung und das Erlenen des Sozialverhaltens in einer Gruppe. Wichtig ist, dass hier alles freiwillig geschieht. Am meisten planen wir auch spontan, je nachdem welche Interessen die Kinder haben“, erklärt Delvenne.

Neben dem Spieleanhänger der Städteregion Aachen, stehen den Kindern eine Masse an Spiel- und Bastelsachen zur Verfügung. An jedem Freitag der Ferienspiele gibt es für die Kinder die Möglichkeit, im Vennbad schwimmen zu gehen, oder auch am Sportplatz Konzen zu Zelten, vorausgesetzt, die Kinder besuchen bereits die dritte Klasse.

Innerhalb der drei Wochen stehen der Sozialpädagogin 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zwischen zwölf und 18 Jahren an der Seite, „ohne die das gar nicht möglich wäre“, sagt Delvenne. Die Nachfrage auf einen Betreuerplatz ist hoch, sodass Marita Delvenne den Luxus genießen kann, einigen Helfern absagen zu müssen. „Es ist eine große Herausforderung allen gerecht zu werden“.

Am Ende eines jeden Tages treffen sich Marita Delvenne und ihre fleißigen Helferlein zu einer Besprechung, um den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen. „Dann haben auch alle Redebedarf“, sagt die Pädagogen. „Für die Kinder ist es ein wahrer Genuss, dass die Helfer noch so albern sind und sich auch individuell mit einzelnen Kindern beschäftigen“, erzählt die Sozialpädagogin.

Nicht nur die Arbeit der Ehrenamtler gefällt Delvenne sehr gut, auch die Unterstützung der Stadt Monschau, die sich um die organisatorischen Angelegenheiten kümmern. „So kann ich mich ganz auf die pädagogische Arbeit konzentrieren“, erzählt Marita Delvenne. „Auch, wenn manche Tage echt stramm sind.“

(alj)
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