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Simmerath: Freibad Einruhr vor dem Aus

Simmerath : Freibad Einruhr vor dem Aus

Kann die Gemeinde Simmerath sich zwei Freibäder leisten? Geplant ist, das Freibad in Rurberg wie auch das Freibad in Einruhr zu Naturbädern umzugestalten.

Bedenken gegen das Freibad in Einruhr wurden nun im Hauptausschuss Simmerath laut.

Der Umbau des Freibades in Einruhr ist nach den bisherigen Plänen der Gemeinde für das Jahr 2005 geplant, die Kosten sind auf 380000 Euro veranschlagt, davon sollen 50000 (Planung) im nächsten Jahr ausgegeben werden.

Überforderte Gemeinde

Die Gemeinde könne es sich nicht leisten, das Freibad mit eigenen Mitteln umzubauen, sagte Gregor Harzheim von der SPD mit Blick auf die schwierige Finanzlage der Gemeinde. Die Gemeinde müsse nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten suchen. Für die UWG forderte Helmut Keischgens, den Ansatz für das Freibad Einruhr im Haushalt wie im Investitionsprogramm ganz zu streichen. Zwei Freibäder am Rursee seien wünschenswert, doch die Gemeinde sei damit überfordert.

Das Freibad in Einruhr könne nur erhalten werden, wenn ein privater Investor den Umbau in ein Naturbad finanziert. Die CDU-Fraktion hatte den Haushaltsansatz für das Freibad in Einruhr nicht moniert.

Entscheidung im Rat

Ob das Projekt Freibad Einruhr aus dem Haushalt gestrichen wird, darüber entscheidet der Gemeinderat, wenn er am 16. Dezember den Haushalt verabschiedet.

„Wassererlebnis Hohes Venn/Eifel”

Der Umbau des Freibades in Rurberg gehört mit zum Ausbau des Rursee-Zentrums am Antoniushof. Die Gesamtkosten sind auf 857.000 Euro veranschlagt, das Land hat bereits einen Zuschuss von 684.000 Euro bewilligt. Das Rursee-Zentrum ist eine Maßnahme im Rahmen des Förderprojektes „Wassererlebnis Hohes Venn/Eifel”.

Der Ausbau erfolgt in mehreren Abschnitten in den Jahren 2004 bis 2006. Wie Bürgermeister Hubert Breuer am Dienstagabend im Hauptausschuss mitteilte, will der Wasserverband Eifel-Rur in den nächsten Jahren auch den Eiserbach-See am Antoniushof umgestalten.