Vossenack: Franziskusfest lockt auch viele Ehemalige an

Vossenack: Franziskusfest lockt auch viele Ehemalige an

„Das war mal ein Franziskusfest der anderen Art“, freute sich Pater Peter Schorr, Leiter des Franziskus-Gymnasiums in Vossenack. Zum 50-jährigen Bestehen von Gymnasium und Kloster am Ortsrand von Vossenack hatte man das alljährliche Franziskusfest zum Namenstag des Schulpatrons noch größer als sonst geplant und um einen Kloster- und Kunstmarkt unter der Klosterkirche und in den Gängen zum Internat erweitert.

Das zog gemeinsam derart viele Besucher an, dass der Schulleiter verblüfft feststellte: „So viele Besucher habe ich hier nur ganz selten gesehen.“ Tausende Gäste kamen nach Vossenack zum Gymnasium, darunter auch viele Ehemalige. Lange Schlangen parkender Autos auf allen Zufahrtsstraßen bis zur Bundesstraße deuteten schon von weitem darauf hin, was hier am Feiertag „gebacken“ war.

Dr. Andreas Frick, Generalvikar von Aachen, war der Hauptzelebrant des Festgottesdienstes am Sonntagmorgen. Auch er hatte in Vossenack die gymnasiale Schulbank gedrückt. Ebenso wie Pater Peter, der vor 45 Jahren im Hürtgenwald das Abitur ablegte und dann Lehrer und später Leiter der über die Region hinaus bekannten Schule wurde.

590 Schüler zählt das Gymnasium heute, 50 Lehrer und Referendare unterrichten die Jungen und Mädchen.

Schulhof gestaltet

Im Vorfeld des Franziskusfests hatten die Lehrer mit ihren Schülern Projekttage veranstaltet, auch um beim Fest Neuerungen und Interessantes zu präsentieren. So kümmerte sich eine Gruppe um die Verschönerung der Schule und des Schulhofes. Neue, selbst gebaute Bänke konnten beim Franziskusfest bestaunt und genutzt werden. Neue Outdoor-Spiele zierten den Boden des Schulhofes, absoluter Renner war die Variante „Twister“. Ständig belagert war vor allem von den jungen Besuchern aber auch die für diesen Tag geliehene Holz-Kegelbahn.

In vielen Klassen wurden Umweltthemen beackert und präsentiert, so beispielsweise, wie ein Computer oder ein Handy recycelt werden kann. Außerdem gingen die Schüler und ihre Lehrer der Frage nach der Zukunft der Verbrennungsmotoren nach.

Lehrerin Sonja Kremer, als Englisch- und Deutschlehrerin absoluter Fan der britischen Insel, hatte mit ihren 7a-Schülern einen Tea-Room auf die Beine gestellt, in dem es an besten englischen Spezialitäten, von Sandwiches über „lemon marmalade“ bis hin zu „scones“ und „clotted cream“, alles gab, was die Briten und das britische Essen liebende Publikum begehrte.

Apropos begehrt: An den Ständen für das leibliche Wohl war Schwerst- und Akkordarbeit gefragt. Am Getränkepavillon, Hot-Dog-Stand und der Ausgabestelle für das selbst gemachte Pita-Gyros bildeten sich lange Warteschlangen, das verlockende Kuchenbuffet im Internat war schon kurz nach 16 Uhr „geputzt“, und selbst Popcorn und Softeis waren an diesem trockenen, aber doch eher frühherbstlichen Tag rasch vergriffen. Natürlich konnten vor allem die jungen Besucher nicht nur schauen und schlecken, sondern auch viel mitmachen. In der Turnhalle war ein sportlicher Parcours aufgebaut, und auf dem Unterstufengang galt es, ein Quiz zum Thema Cybermobbing zu lösen.

Vorgeschmack auf Rockoper

Auch in der Aula kam keine Langeweile auf. Tanz- und Musikvorführungen von Schülern und des Schulorchesters ernteten viel Erfolg, und das ExArt-Theater warb vor voll besetzten Reihen schon mal für sein neues Musical „Unlimited — Das zerbrochene Tribunal“. Die ersten Eindrücke der neuen Rockoper kamen beim Franziskusfest ausgezeichnet an — wer mehr sehen will, dem seien die beiden Preview-Shows am 1. und 2. Dezember, jeweils um 19.30 Uhr, in Vossenack wärmstens ans Herz gelegt. Die Uraufführung des Stücks von Clemens Amendt, Markus Page und Marcel Stoffels ist dann vom 2. bis 4. März im Kulturkino Vogelsang.

Auch Bruder Wolfgang und seine „Strippkes Trekkers“ warben mit kurzweiligen — lustigen wie besinnlichen — Geschichten für die nächsten Aufführungen des Puppentheaters im November im Kloster-Kultur-Keller und in der Aula des Gymnasiums.