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Franziskusfest am Gymnasium in Vossenack

Franziskusfest in Vossenack : Hoch hinaus und mit viel Gefühl

Jedes Jahr, wenn Deutschland die Einheit feiert, herrscht rund um die sonst so beschauliche Anhöhe am Rande des Hürtgenwaldes rege Betriebsamkeit. Parkende Autos, wohin man schaut, künden vom großen Franziskusfest, dass die FGV-Schulfamilie aber schon weitaus länger jährlich am 3. Oktober feiert als die Politik die Wiedervereinigung von West und Ost.

Schönes Herbstwetter begünstigte auch in diesem Jahr einen großen Ansturm auf die vielen kleinen und großen Attraktionen auf dem gesamten Schulgelände. Neben den Familien der aktuell knapp 600 Schülerinnen und Schüler bevölkerten auch viele ehemalige und vielleicht künftige Angehörige des Gymnasiums Schulhof, Grünanlagen und Klassenräume des FGV. Auch das Internat und der Klosterkeller waren natürlich in das Fest involviert, und es war kein Zufall, dass an diesem Festtag auch die Ausstellung „Licht der Eifel“ von Fotograf Andreas Gabbert Vernissage feierte (wir berichteten).

Herzstück der Feierlichkeiten war der Schulhof des Gymnasiums, der mit Getränke- und Wurststand sowie der Küche für das heiß begehrte Pita Gyros zum Verweilen einlud und den ganzen Tag über gut gefüllt war. Schüler, Eltern, Lehrer, Ehemalige und Besucher kamen hier ins Gespräch und pausierten auf ihrem Rundgang durch das beachtlich große und weitläufige Angebot.

In den Klassenräumen hatten die Schüler und ihre Lehrer sich allerhand einfallen lassen, um die vielen Gäste anzulocken. Das reichte von informativen Themen aus dem Unterricht über ein großes Spieleangebot bis hin zu Köstlichkeiten für den Gaumen. Auf dem Unterstufen-Pausenhof ging’s mit Basketball und Torwandschießen sportlich zu, während beim Fühlparcours auf der Wiese am Schwimmbad die Sinne vor allem in Händen und Füßen gefragt waren. Fitness und Körpergefühl erforderten auch das Baumklettern und das Balancieren auf der Slackline, einem stramm gespannten horizontalen Band. Im Wäldchen am Lehrerparkplatz konnten die jungen und junggebliebenen Besucher hier ihre ganz persönliche Herausforderung erleben.

Viel Applaus gab es für eine flotte Tanzvorführung in der Aula, hoffentlich viele Spenden für die Abiturientia 2019, die für ihre anstehenden Feierlichkeiten sammelte.

Begonnen hatte das Fest in der Klosterkirche mit einem feierlichen Gottesdienst, dessen Kollekte dem Projekt „Casa do Menor“ in Rio de Janeiro zugute kommen wird. Dieser vor über 30 Jahren gegründete Verein widmet sich der elenden Situation von Straßenkindern in Brasilien und bietet ihnen Betreuung, Bildung und damit neue Zukunftsperspektiven. Der Erlös des Franziskusfestes wird für wichtige Anschaffungen der Schule Verwendung finden.